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Göttingen Glocke schwebt am Kran auf St. Norbert hinauf
Die Region Göttingen Glocke schwebt am Kran auf St. Norbert hinauf
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18:50 21.07.2011
Von Jörn Barke
Rückkehr: Der Kranwagen hebt die Glocke an St. Norbert in die Höhe, dem oben offenem Turm entgegen.
Rückkehr: Der Kranwagen hebt die Glocke an St. Norbert in die Höhe, dem oben offenem Turm entgegen. Quelle: Theodoro da Silva
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Friedland

Laut Kirchenvorstand Werner Freiberg sind für die Restaurierung Kosten in Höhe von 36 000 Euro aufzubringen. Bisher gebe es an Zuschüssen 10 000 Euro vom Bonifatiuswerk sowie jeweils 5000 Euro von der Sparkasse Göttingen und vom Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden Göttingens. St. Norbert gehört zur Gemeinde Maria Frieden in Geismar. Außerdem sind an Einzelspenden bislang 3500 Euro eingegangen. Damit muss die Gemeinde noch weiter sammeln, um die Gesamtkosten aufzubringen.

Die Kirche St. Norbert wurde am 4. Advent 1955 eingeweiht. Sie trägt auch den Namen „Heimkehrerkirche“ und steht unter Denkmalschutz. Das Gotteshaus ist nicht nur geistlicher Mittelpunkt für die Katholiken aus dem Ort, sondern auch für die Menschen, die das Grenzdurchgangslager durchlaufen.

Die kleinste und die größte der drei Glocken hingen bis zum Zweiten Weltkrieg in den damaligen deutschen Ostgebieten und sind deshalb älter: Die kleinste Glocke wurde im 15. Jahrhundert gegossen, die größte 1704. Nur die mittlere Glocke ist neu und stammt aus dem Jahr 1956. Die Restaurierung der drei Glocken soll heute abgeschlossen werden, so dass sie wieder läuten können. In der glockenlosen Zeit hatte die evangelische Kirche mit dem Geläut der Friedlandglocke im Lager ausgeholfen.