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Göttingen Göttingen: CDU will Öffnung des Weender Freibades 2014
Die Region Göttingen Göttingen: CDU will Öffnung des Weender Freibades 2014
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20:48 16.08.2013
Von Jörn Barke
Quelle: Swen Pförtner (Symbolbild)
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Weende.

Das Thema Freibad stand gar nicht auf der Tagesordnung des Ortsrates, wurde aber in der Bürgerfragestunde dennoch emotional diskutiert. Denn im Vorfeld des Ortsrates hatte der Förderverein noch einmal mit einer Demonstration Druck für seine Forderungen gemacht. 700 Bürger zogen vom Freibad durch Weende bis zum Thieplatz, wo im Thiehaus die Ortsratssitzung stattfand. „Ich will schwimmen“, „Rettet unser Freibad“, „Weender Wutbürger wehren sich“ war auf Plakaten zu lesen. Mit Gesang und Reden stritten die Demonstranten für ihre Ziele.

Postkarten an Politiker

Der Fördervereins-Vorsitzende Eberhard Gramsch forderte dazu auf, in Postkarten an Politiker und in Leserbriefen Einfluss zu nehmen. Der Förderverein habe durch seinen Einsatz die Betriebskosten in diesem Jahr um 30 000 Euro gesenkt.

Der Förderverein lehnt ein vom Rat der Stadt beschlossenes Umbaukonzept für das Freibad ab, das eine Verkleinerung des Bades und die Schaffung eines ganzjährigen Freizeitparks vorsieht. Grundsätzlich wird finanziellen Obergrenzen für den Umbau und einer Verkleinerung des Bades zugestimmt, doch der Verein will den Badcharakter stärker bewahren und vor allem den Sprungturm erhalten. „Alles andre ist zu klein, zehn Meter muss der Sprungturm sein“, wurde skandiert. Als der Tross am Thieplatz ankam, riefen die Demonstranten den Ortsratspolitikern am Thiehaus zu: „Die Politik will eine Badestelle, drum rücken wir euch auf die Pelle.“

CDU stellt sich hinter Förderverein

Die CDU stellte sich in einer Presseerklärung hinter den Förderverein. Wie auch die CDU/FDP-Gruppe im Stadtrat lehne die CDU in Weende den „übereilten Ratsbeschluss“ zur Schaffung eines „Freizeitparks mit Badegelegenheit“ ab. Die Partei fordert weitere Gespräche zwischen der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) und dem Förderverein. Arnold kündigte zudem an, das Weender Freibad zum Wahlkampf-Thema für die Oberbürgermeister-Wahlen 2014 zu machen.

Keine Aussagen von SPD und Grünen

Von Vertretern der SPD und der Grünen gab es keine Aussagen zu einer möglichen Öffnung des Freibades 2014 in der heutigen Form. Franc Pfahl (SPD) erklärte statt dessen, das vom Stadtrat beschlossene Konzept sei gegenüber der ursprünglich vorgesehenen Schließung des Bades ein „riesiger Erfolg“, viele Vorschläge des Fördervereins seien aufgenommen worden. Es gebe zudem weiter konstruktive Gespräche zwischen Förderverein und GoeSF. Dirk-Claas Ulrich (Grüne) sagte, es gehe jetzt darum, das Konzept zum Tragen zu bringen, in Weende zusammenzuhalten und nicht zu streiten. Arnold erwiderte, er werde weiter demokratisch für das Freibad streiten. Rainer Kallmann (SPD) räumte ein, er habe keine Idee, wie die inzwischen verhärteteten Fronten wieder aufgelockert werden könnten.