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Göttingen Fridays for Future streikt in Göttingen auch gegen Syrien-Offensive
Die Region Göttingen Fridays for Future streikt in Göttingen auch gegen Syrien-Offensive
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13:44 16.10.2019
Im September geht es Fridays-for-Future-Demonstranten ausschließlich ums Klima - am 18. Oktober wollen sie auch gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien auf die Straße gehen.
Im September geht es Fridays-for-Future-Demonstranten ausschließlich ums Klima - am 18. Oktober wollen sie auch gegen den Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien auf die Straße gehen. Quelle: Richter
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Göttingen/Niedersachsen

Die Initiative hat den Krieg in Syrien im Blick. In Göttingen wenden sich Schüler unter dem Demo-Motto „Fridays for Peace“ ausdrücklich gegen den Einmarsch türkischer Truppen in die Kurdenregion Rojava, wie die Ortsgruppe von Fridays for Future (FFF) mitteilte.

Die Regierung der Türkei wolle, auch mit deutschen Waffen und Panzern, vier Millionen Menschen vertreiben und die Region ethnisch säubern. „Rojava ist der Versuch, eine ökologische, basisdemokratische und feministische Gesellschaft aufzubauen“, sagte die Göttinger FFF-Aktivistin Miriam Giesbert: „Es ist wichtig, sich mit den Freundinnen und Freunden in Syrien zu solidarisieren.“ Die Demonstration ab Wilhelmsplatz soll eine Stunde später vor dem Neuen Rathaus enden.

Bundesweit bislang 25 Aufrufe zu Klima-Protesten

Bundesweit hat Fridays for Future für Freitag in rund 25 Städten zu Klima-Protesten aufgerufen. In Bremen und Niedersachsen soll es in mindestens sechs Orten Aktionen und Kundgebungen geben. Während Schüler in Bremen, Lüneburg und auf der Nordseeinsel Spiekeroog schon vormittags oder mittags auf die Straße gehen wollen, beginnt die Demonstration in Celle erst am Nachmittag. In Friesoyte im Kreis Cloppenburg ist für den Abend eine „Kreideaktion“ angekündigt worden.

Am 29. November plant Fridays for Future einen weiteren weltweiten Klima-Streik. „Wir rufen erneut alle Generationen dazu auf, mit dabei zu sein“, hieß es. „Wir haben keine andere Wahl, als eine konsequente Klimapolitik durch unsere Aktionen zu erzwingen – und zusammen können wir das schaffen!“ Beim bislang letzten globalen Klimastreik am 20. September hatten in zahlreichen Ländern der Erde Millionen Menschen für mehr Tempo beim Klimaschutz demonstriert. In Deutschland sollen sich nach Angaben von Fridays for Future rund 1,4 Millionen an den Protesten beteiligt haben.

Von epd