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Göttingen Nachhaltiger Stadtrundgang durch Göttingen per App
Die Region Göttingen

Göttingen: Stadtrundgang per App zu Nachhaltigkeit und Fairem Handel

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15:00 10.11.2020
Spielerisch Nachhaltigkeit entdecken - das ist jetzt per App auf einem Göttinger Stadtrundgang möglich. Quelle: EPIZ
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Göttingen

Zukunftsfähige Ernährung und Bekleidung erlebbar machen – das möchte das Entwicklungspolitische Informationszentrum Göttingen (EPIZ) gern per Smartphone ausprobieren. Zur „Fairen Woche“ im September stellte das EPIZ „GÖfair“ vor – einen „fairen und nachhaltigen Stadtrundgang“ per Handy-App.

„GÖfair“ soll alternative Angebote von Lebensmitteln und Kleidung aufzeigen und Informationen zu ökologischem und fairem Konsum bieten. Interessierte können sich per App durch die Göttinger Innenstadt führen lassen, wie Regional-Promotorin Noreen Hirschfeld erläutert. „Bisher gab es 22 Spieldurchläufe“, berichtet sie.

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Elf Nutzer hätten die App bewertet, durchschnittlich mit 4,5 von 5 Sternen. „Persönliche Feedbacks waren auch sehr positiv“, fügt Hirschfeld an.

„GÖfair“ setzt auf spielerische Wissensvermittlung

Auf einem Rundkurs werden Alternativen zu den vorherrschenden Formen des Konsums von Lebensmitteln und Kleidung vorgestellt. An verschiedenen Stationen erhalten die Teilnehmer außerdem Hintergrundinformationen zu Problemen des klassischen Konsumverhaltens. Kleine Quizfragen sollen die Wissensvermittlung spielerisch auflockern.

Wer den nachhaltigen Stadtrundgang ausprobieren will, muss sich zunächst die kostenlose Handy-App „Actionbound“ herunterladen. In dieser lässt sich dann die sogenannte Bound „GÖfair – Fairer und nachhaltiger Stadtrundgang Göttingen" suchen und finden. Wer diese aufruft, kann direkt von irgendeinem Punkt der Göttinger Innenstadt aus mit dem Rundgang beginnen.

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Alternative Formen des Konsums

Konzipiert wurde die Tour von den Regional-Promotoren des EPIZ Göttingen. Hirschfeld betont: „Der digitale Stadtrundgang ermöglicht es Menschen, in Göttingen Ansätze von Nachhaltigkeit und globaler Fairness in der Innenstadt zu erleben.“ Dabei gehe es um alternative Formen des Konsums, von fair gehandelten Produkten über Second-Hand-Artikel bis hin zu Ideen des Teilens und Recycelns.

Dass sich immer mehr Menschen für Klimaschutz und fairen Konsum interessieren, würden Bewegungen wie „Fridays for Future“ oder die „Initiative Lieferkettengesetz“ zeigen, in der sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen dafür einsetzen, dass Unternehmen weltweit Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden.

Regional-Promotor Chris Herrwig ist zuversichtlich, dass das neue Angebot gut angenommen wird: „Wir erhalten viele Anfragen zur Suche nach fairen und ökologischen Einkaufsmöglichkeiten in Göttingen sowie zu Hintergrundinformationen zu diesen Themen. Mit der App bieten wir die Möglichkeit, sich diese selbstständig und erlebnisorientiert zu beschaffen.“

Video: Fleisch, Milch, Bio – wie ernährt man sich klimafreundlich?

Weitere Informationen zum EPIZ und zum Promotor-Programm gibt es im Internet auf epiz-goettingen.de/eine-welt-promotorin.html.

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Von Markus Riese

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