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Göttingen Göttingen bei Chinesisch weit vorne
Die Region Göttingen Göttingen bei Chinesisch weit vorne
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19:14 19.09.2011
Von Matthias Heinzel
Bei der Bundestagung des Fachverbandes: Fortbildung für Chinesisch-Lehrer mit Workshops und Austausch von Materialien. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Die Chinesischlehrer aus ganz Deutschland kamen am Wochenende im Hainberg-Gymnasium zusammen. Auch dies kein Zufall: Die Göttinger Schule ist die einzige in Niedersachsen, die das Fach Chinesisch ab Klasse 10 mit dem Ziel Abitur anbietet. Und seit dem vergangenen Wintersemester bildet die Georg-August-Universität Chinesisch-Lehrer aus. Zurzeit schaffe die Landesregierung die Voraussetzungen für ein Referendariat – also die nachuniversitäre Lehrerausbildung, erklärt Wilhelm Büschel, Staatssekretär im Kultusministerium. Damit werde hier, so Sabine Schlieper, Chinesisch-Lehrerin am Hainberg-Gymnasium, die komplette Ausbildung vom Abitur bis zum Hochschulabschluss möglich sein.

Andere Bundesländer, die früher mit Chinesisch im Schulunterricht begonnen hätten, seien von diesen niedersächsischen Entwicklungen überholt worden, sagt Büschel. So seien in Nordrhein-Westfalen bisher nur Seiteneinsteiger als Chinesisch-Lehrer an Schulen gekommen. Eine universitäre Lehrerausbildung gebe es dort noch nicht.

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Seit etwa zehn Jahren, erläutert Michael Guder als Chef des Fachverbandes der Chinesischlehrer, steige das Interesse an Chinesisch an der Schule stark und kontinuierlich an. Unter anderem sei es die Wirtschaft, die entsprechende Qualifikationen nachfrage. Wer diese mitbringe, habe deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, zumal auch chinesische Unternehmen deutsche Firmen bevorzugten, die über chinesischsprechende Mitarbeiter verfügten.