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Göttingen Göttingen knüpft engere Kontakte nach China
Die Region Göttingen Göttingen knüpft engere Kontakte nach China
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12:30 24.04.2019
Kooperation: Göttingen und Qixia wollen enger zusammen arbeiten. Quelle: Joos
Göttingen

Die Stadt Göttingen baut ihre Beziehungen nach China weiter aus. Der Finanzausschuss des Rates hat sich am Dienstag für die Unterzeichnung eines neuen Kooperationsvertrages zwischen Göttingen und dem Bezirk Qixia, einem Stadtteil der chinesischen Acht-Millionen-Metropole Nanjing ausgesprochen. Der Beschluss fiel einstimmig.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler will den Vertrag am Montag, 29. April, unterzeichnen. Eine sechsköpfige Delegation aus Qixia unter Leitung des Bezirksbürgermeisters Wang Sheng ist zu Gast.

Köhler wirbt für Kooperation

Bereits im Herbst hatte eine Göttinger Delegation in Qixia vereinbart, dass die Zusammenarbeit beider Partner auf die Bereiche Technologie, Wirtschaft und Handel ausgeweitet werden soll. Bereits 2010 hatte Göttingen eine allgemeine Kooperationsvereinbarung mit Qixia getroffen. Seitdem habe sich eine Zusammenarbeit im Bereich Bildung (Schüleraustausch) und Kultur entwickelt. Diese laufe „gut“, sagte Köhler am Dienstag und warb um Unterstützung für die Fortsetzung der Kooperation.

Forschungsergebnisse und Fachkräfteaustausch

Ziele der Vereinbarung sind unter anderem die praktische Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Technologie, Wirtschaft und Handel, Bildung und Kultur sowie industrieller und wissenschaftlich-technologischer Innovation zu vertiefen sowie den Austausch von Innovationsressourcen „bestmöglich“ zu unterstützen. Beide Partner sollen sich dafür einsetzen, „dass die Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ihre Kooperation im Hinblick auf Technologien, Forschungsergebnisse und Fachkräfteaustausch im Rahmen konkreter Projekte ausbauen“, heißt es weiter.

Blick auf die Menschenrechte in China

Marcel Pache (CDU) erinnerte an die damals aus CDU-Sicht höchst umstrittene Entscheidung vor zehn Jahren, eine Kooperation mit einer chinesischen Stadt einzugehen. CDU wie Linke im Rat der Stadt hatten damals auf die Menschenrechtssituation in China hingewiesen.

In der neuen Vereinbarung verpflichten sich beide Partner zur „Achtung der Menschen- und Minderheitsrechte in beiden Ländern, insbesondere gemäß der UN-Menschenrechtscharta und der Kinderrechtskonvention“, wie es darin heißt. Sie gilt zunächst für fünf Jahre und verlängert sich bei Nichtkündigung um weitere fünf.

Die Verbindung Göttingen-Nanjing besteht länger als die Städtekooperation: Seit 30 Jahren unterhält die Göttinger Universität mit dem Deutsch-Chinesischen Institut für Rechtswissenschaften Kontakte nach Nanjing.

Von Michael Brakemeier

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