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Die Region Göttingen Göttingen plant weitere Nachbarschaftszentren
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00:29 21.05.2018
Im Quartier Ebertal entstehen 145 zusätzliche Wohnungen. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Politik und Verwaltung strebten in Göttingen eine Nachverdichtung der Wohnbebauung an, erläutert die Stadträtin. Um die Integration der zuziehenden Bürger zu erleichtern, wolle die Stadt „Orte der Begegnung“ schaffen. Die Stadtteilzentren sollten die Nachbarschaftshilfe fördern und Freizeitangebote machen, einen Mittagstisch und Beratungen anbieten. Sie seien dabei professionell zu begleiten.

Im Quartier Ebertal entstehen 145 zusätzliche Wohnungen

„145 zusätzliche Wohnungen will die Städtische Wohnungsbau in den kommenden zehn Jahren im Quartier Ebertal schaffen“, berichtet die dortige Quartiersmanagerin Sabrina Richter. „Wir entwickeln daher seit Oktober 2017 unser Kinder- und Jugendhaus am Lönsweg 16 mit Mitteln aus dem Programm ‚Göttinger Quartiere – Gemeinsam geht mehr’ zu einem Stadtteilzentrum weiter“, sagt Michael Bonder, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt. Zielgruppe des neuen Zentrums seien insbesondere die überdurchschnittlich vielen Senioren, etwa ein Viertel der derzeit knapp 1000 Bewohner, sowie die Bürger mit Zuwanderungsgeschichte, die ein Drittel der Ebertaler ausmachen.

Jugendhilfe sieht im Leineviertel Unterstützungsbedarf

Mit Mitteln aus dem gleichen Programm will die Jugendhilfe Göttingen ihr Kinder- und Jugendhaus am Gartetalbahnhof zu einem Stadtteilzentrum für das Leineviertel weiterentwickeln. „Unsere Einrichtung wird mittlerweile vor allem von jungen Menschen genutzt, die in dem Hochhauskomplex an der Groner Landstraße 9a-c wohnen“, berichtet Jugendhilfe-Geschäftsführer Christian Hölscher. Die Zahl der dort lebenden Kinder und Jugendlichen sei seit 2014 von 40 auf heute 150 Personen gestiegen. Sie kämen vielfach aus sozial benachteiligten Familien, die aus Südosteuropa zugewandert seien. Die Jugendhilfe sehe Unterstützungsbedarf und suche daher den Kontakt zu den Eltern. „Das Stadtteilzentrum soll aber allen Bewohnern des Viertels offen stehen“, betont Quartiersmanagerin Sarah Neumeister. Es gebe bereits ein Quartiercafé, ein Freitagsfrühstück und einen Mittagstreff.

Grone ist 1997 der Vorreiter gewesen

„Das erste Göttinger Nachbarschaftszentrum entstand 1997 im Zuge des Sanierungsprogramm Soziale Stadt in Grone an der Deisterstraße 10“, berichtet Broistedt. 1999 habe sich ein Trägerverein gegründet, dem drei Kirchengemeinden sowie Wohlfahrtsverbände angehörten. Zwischenzeitlich sei es ein Mehrgenerationenhaus geworden.

Weststadtzentrum

„Ebenfalls im Zuge des Programms Soziale Stadt entstand 2012 das Weststadtbüro, das 2014 Teil des neuen Weststadtzentrums an der Pflaz-Grona-Breite geworden ist“, sagt die Dezernentin. Dort kümmere sich die städtische Beschäftigungsförderung um den Betrieb. Das Zentrum mache aktivierende Angebote etwa für Migrantinnen. Es gebe unter anderem Sprachkurse und eine Kleiderkammer. Auch in der Weststadt habe sich ein Förderverein gegründet.

Leineberg und Holtenser Berg

„Auf dem Leineberg entstand 2011 ein Nachbarschaftsverein, der seit 2012 Träger des Stadtteilbüros an der Allerstraße 32 ist“, führt die Stadträtin aus. Es sei mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Großstadtquartier im Focus – Gut versorgt in jedem Alter“ gestartet worden. Das Land habe die Anschubfinanzierung für das Nachbarschaftszentrum auf dem Holtenser Berg übernommen, das im Frühjahr 2017 eröffnet worden sei. Dort existiere ein Förderverein seit 2016.

Von Michael Caspar

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