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Göttingen Göttingen soll klimafreundlich shoppen
Die Region Göttingen Göttingen soll klimafreundlich shoppen
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18:00 21.01.2019
Ständig geöffnete Ladentüren: Im Sommer (meistens) kein Problem, im Winter hingegen klimaschädlich. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Was bedeutet klimaneutrales Konsumieren? Die Energieagentur Region Göttingen möchte mit dem Projekt „Klima shoppen" beweisen, dass jeder Mensch etwas gegen den Klimawandel unternehmen kann.

„Immer wieder werden wir in der kalten Jahreszeit von bewussten Bürgerinnen und Bürgern darauf hingewiesen, wie verantwortungslos ein Teil der Göttinger Einzelhändler handelt und Energie - im wahrsten Sinne des Wortes - zur Tür hinausbläst und verschwendet", sagt Thomas Dabergott vom Stadtvorstand von Bündnis 90/Die Grünen. Der Stadtverband ist einer der Kooperationspartner des Projekts.

In der Tat sind die Beschwerden gerechtfertigt wie der Projektleiter von „Klima shoppen - Göttingen genießt bewusst", Benjamin Dörr, von der Energieagentur Region Göttingen herausgestellt hat. Dörr verweist auf eine Untersuchung des Energieverlustes durch dauerhaft geöffnete Türen in Einzelhandelsgeschäften der Stadt Heidelberg. „Nach deren Ergebnissen ist der dadurch entstandene Energieverlust im Durchschnitt mit dem jährlichen Heizbedarf eines kleinen Einfamilienhauses gleichzusetzen, was umgerechnet einsparbare Kosten von durchschnittlich 1800 Euro pro Unternehmen bedeuten", so Dörr. Doch nicht alle Einzelhändler haben ihre Türen geöffnet. So achten beispielsweise die Inhaber von Gemog und Wollzauber nach ihren eigenen Angaben auf geschlossene Türen.

Pro-City mit dabei

Das Projekt entstand nach einem Förderaufruf des Bundesumweltministeriums, den Alltag klimafreundlicher zu gestalten. Die Energieagentur Region Göttingen möchte sich dabei auf die Göttinger Innenstadt beschränken. Pro-City und die Stadt Göttingen sicherten nach Angaben von Dörr ihre Unterstützung zu den geplanten Maßnahmen und Aktionen zu. „Wir begleiten dieses Projekt gerne von Anfang an", sagte Frederike Breyer von Pro-City.

Ein weiterer zentraler Punkt des Projekts soll sein, dass auf Plastik verzichtet wird. Plastik- oder Papiertüten sollen laut Dörr in Zukunft der Vergangenheit angehören. Dafür werden sich die kooperierenden Einzelhändler, Cafés und Restaurant einsetzen. „Wir wollen das Bewusstsein im Alltag entwickeln, dass Klimaschutz von jedem gefördert werden kann, zum Beispiel durch das Nutzen eines mitgebrachten Stoffbeutels", so Dörr. Darüber hinaus soll das Projekt frühzeitig auf das geplante Gesetz gegen die Nutzung von Plastik-Einweg-Geschirr reagieren. Materialien, wie Bambus und Glas, können als Strohhalm genutzt werden. „Wir wollen zeigen, dass nicht in jeden Cocktail ein Plastikstrohhalm gehören muss", erklärt Dörr.

Wiederverwertung

Darüber hinaus setzt sich die Energieagentur in Zukunft für die Wiederverwertbarkeit von getragener Kleidung ein. „Wir stehen bereits in Kontakt mit den Second-Hand-Läden in Göttingen", sagt Dörr. „Der Klimaschutz ist im Alltag integrierbar." Zur Motivation von Kunden plant Dörr die Göttinger Klimakarte, die in allen kooperierenden Geschäften zugänglich sein wird. „Werden die Maßnahmen umgesetzt, erhalten die Kunden einen Bonus." Wie genau dieser aussehen soll, werde noch entschieden.

Am verkaufsoffenen Sonntag, 2. April, will die Energieagentur die Klimakarte einführen und das Projekt „Klima shoppen" vorstellen. Präsentiert werden sollen in der Innenstadt laut Dörr alle Projekte und Aktionen, die für die kommenden zwei Jahre geplant sind. „Bei den Maßnahmen handelt es sich um akute Probleme, die durch simple Veränderungen im Alltag in Angriff genommen werden sollen", sagt Dörr.

Interessierte Geschäfte, Cafés oder Restaurants können sich jederzeit beim Projektleiter Benjamin Dörr unter der Telefonnummer: 0551/38421352 (an-)melden oder sich informieren. Am Donnerstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr wird darüber hinaus ein gemeinsames Treffen aller Kooperationspartner in der Geschäftsstelle der Energieagentur Region Göttingen, Berliner Straße 4, geben.

Von Lisa Hausmann

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