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Göttingen Maßnahmen gegen Fachkräftemangel in Kitas
Die Region Göttingen Maßnahmen gegen Fachkräftemangel in Kitas
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19:30 21.08.2018
Der Beruf der Erzieherin soll attraktiver werden –auch in Göttingen bemüht man sich. Quelle: epd
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Göttingen

Die Stadt muss dafür sorgen, dass künftig der Beruf der Erzieherin in städtischen und freien Einrichtungen attraktiver wird, mehr Schüler sich für diesen Berufszweig entscheiden und schließlich auch länger im Job bleiben. Das ist die Kernforderung einer Antrags der SPD-Ratsfraktion, die am Montag im Personalausschuss thematisiert wurde.

Vier Elemente sieht der Antrag vor, um dieses Ziel zu erreichen: Die Stadt soll ein Stipendium für Auszubildende der Erziehungsberufe anbieten, um die erste finanzielle Hürde zu beseitigen. Zudem bedürfe es eines Konzepts, um die Arbeitsbedingungen an Göttinger Kitas zu verbessern. Das könne durch Entfristung von Verträgen oder auch eine bessere Entlohnung erreicht werden.

Außerdem schlägt die SPD in ihrem Antrag vor, die Stadt als Arbeitsgeber in der Öffentlichkeit bekannter und attraktiver zu machen. Außerdem sollten Anreize für Teilzeitkräfte geschaffen werden, um die Arbeitszeit anzuheben.

Vieles von dem hier Geforderten sei in dem vom Land aufgelegten „Niedersachsen-Plan: Mehr Fachkräfte für die Kita!" bereits enthalten, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Bereits zum Schuljahr 2018/2019 startet das Land eine Reform der Erzieherausbildung, um mehr junge Menschen für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen zu gewinnen. Vorgesehen sind eine Ausweitung des Praxisanteils in der Ausbildung, den schnellstmöglichen Wegfall des Schulgeldes und die Möglichkeit einer Ausbildungsvergütung.

Das Land schafft zudem 500 neue Ausbildungsplätze, erleichtert den Quereinstieg und ermöglicht eine Teilzeitausbildung. Letzteres sei in Göttingen bereits in zwei Varianten möglich: Personen, die bereits als Hilfskräfte in der Kinderbetreuung tätig sind, können in drei Semestern in den Abendstunden und an Sonnabenden die Ausbildung zur Sozialassistentin absolvieren. Diese wiederum können in drei Jahren mit zwei Ausbildungstagen pro Woche zur Erzieherin aufstocken.

In beiden Fällen kann die Stadt als Arbeitgeber sowohl angestellten Hilfskräften als auch Sozialassistenten das Angebot unterbreiten, in Teilzeit zu gehen und die für sie jeweils passende Ausbildung zu beginnen. Die mit der Teilzeitbeschäftigung verbundenen jeweiligen finanziellen Einbußen können durch die Gewährung eines Stipendiums gemildert beziehungsweise ausgeglichen werden, so die Verwaltung.

Zu den übrigen Punkten: In Sachen Arbeitgebermarketing stelle sich die Verwaltung derzeit neu auf. Und der Wunsch nach Stundenerhöhung von Teilzeitbeschäftigten spiele im Alltag keine große Rolle. Die Verwaltungsvorlage stieß im Personalausschuss auf breite Zustimmung. Eine inhaltlich ergänzte Version inklusive Kostenberechnung wird der Politik dann zur Entscheidung vorgelegt.

Von Markus Scharf

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