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Göttingen Göttingen will Friedhofsgebühren senken
Die Region Göttingen Göttingen will Friedhofsgebühren senken
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15:29 17.10.2017
Werden überwiegend billiger: Grabstätten auf dem Göttinger Friedhof Junkerberg. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

In jedem Jahr muss die städtische Friedhofverwaltung neu berechnen, ob ihre Ausgaben durch die erwarteten Einnahmen gedeckt werden. Je nach Kalkulationsergebnis, werden die Gebührensätze dann angepasst. Folge: Für das kommende Jahr will die Verwaltung etliche Positionen um 0,7 bis 15,8 Prozentpunkte senken.Ein paar Beispiele: Für ein Erdwahlgrab mit allgemeinen Gestaltungsvorschriften zahlen Verbliebene künftig 195 statt 210 Euro; für ein Erdreihengrab mit Sockelkante 118 statt 138 Euro; für ein Urnenwahlgrab mit allgemeinen Gestaltungsvorschriften 138 statt 143 Euro; für ein Urnenreihengrab ohne Kennzeichnung 65 statt 69 Euro.

Es gibt aber auch Bestattungsformen und andere Leistungen, die teurer werden: Für ein anonymes Urnenreihengrab auf einer Wiese will die Stadt künftig 23 statt 18 Euro pro Jahr in Rechnung stellen. Auch für Urnentransporte sollen Kunden mehr bezahlen: innerhalb Göttingens 21 statt 19 Euro, bundesweit 67 statt 61 Euro und weltweit 119 statt 109 Euro. Auffällig ist, dass sich die meisten Gebührensätze in den vergangenen Jahren nur geringfügig geändert haben und vielfach gesunken sind. 2010 kostete ein Erdreihengrab in der Kirchenabteilung zum Beispiel noch 179 Euro pro Jahr, künftig 148.

Grabpflege wird teurer

Zum ersten Mal seit 2013 anheben will die Verwaltung ihre Tarife für „allgemeine Grabpflege“ auf dem Stadtfriedhof. Dort pflegen Mitarbeiter in einem stadteigenen gewerblichen Betrieb auf Wunsch Grabstellen. Die bisher erreichten Erlöse würden die Kosten nicht mehr decken, erklärt die Verwaltung in einem Papier für die Ratspolitiker. Ein Grund sein die sinkende Anzahl zu pflegender Gräber: 2013 seien es 973 gewesen, im vergangenen Jahr noch 765. Folge: Pro Jahr und Grabstelle zahlen Kunden rund 15 Prozent mehr. Für ein Erdgrab bis 2,5 Quadratmeter zum Beispiel 82 statt 75 Euro.

Über die neuen Gebühren soll der Ratsausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität am Dienstag, 24. Oktober, ab 17 Uhr im Neuen Rathaus diskutieren, später entscheidet der Rat.

Von Ulrich Schubert

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