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Göttingen „Göttingen zieht an“ lockt Zehntausende in die Innenstadt und zu weiteren Aktionen in den Stadtteilen
Die Region Göttingen „Göttingen zieht an“ lockt Zehntausende in die Innenstadt und zu weiteren Aktionen in den Stadtteilen
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21:48 07.04.2019
Pro-City und der Göttinger Einzelhandel präsentieren ein ausgewähltes Programm, bestehend aus vielen Aktionen rund um den Frühling. hier: Vorführung der Hip Hop Dance Academy in der Johannisstrasse. Quelle: Peter Heller
Göttingen

Flohmarkt, Ostermarkt, offene Geschäfte überall und viele Aktionen auf den Straßen und Plätzen: Besser kann Göttingen kaum in den Frühling starten. Unter dem Motto „Göttingen zieht an“ haben am Sonntag Geschäftsleute die Innenstadt zu einer Einkaufsmeile mit besonderem Erlebnisfaktor gemacht. Auch am Lutteranger in Weende und im Kauf Park gab es in und vor den Geschäften besondere Aktionen.

Und die haben nach Angaben der Veranstalter insgesamt Zehntausende Menschen in die Stadt gelockt, auch wenn der Zulauf stellenweise deutlich geringer war als in den Vorjahren. Das störte Marion Marschal aus Geismar allerdings gar nicht. „Dann können wir besser durchkommen und shoppen“, sagte sie schmunzelnd. Mit ihrem Sohn Tom hatte sie gerade in der Weender Straße Trainingseinheiten vom American Football Team „BG74 Göttingen Generals“ bestaunt. Jetzt wollten sie einen Schlenker über den Ostermarkt vorm Alten Rathaus machen und dann für Tom eine neue „coole“ Hose kaufen.

Am Sonntag, den 7. April 2019 gibt es den ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres in der Göttinger Innenstadt mit dem Thema „Göttingen zieht an“. Pro-City und der Göttinger Einzelhandel präsentieren ein ausgewähltes Programm, bestehend aus vielen Aktionen rund um den Frühling.

Walkact fabelhafter Wesen

Andere Besucher der Innenstadt freuten sich über Jazz-Danze-Vorführungen an verschiedenen Standorten auch in den kleinen Seitenstraßen, Straßenmusiker und die Fabel-Haften Walkact-Wesen vom Theater der Nacht aus Northeim. Schon am Vormittag waren viele über den Flohmarkt am KAZ-Platz geschlendert oder hatten bei den Kunsthandwerkern auf dem Wilhelmsplatz duftende Seife, Schmuck und Buntes aus Stoff gekauft.

„Wir sind sehr glücklich und zufrieden“, bilanzierte am Abend Citymanagerin Frederike Breyer von der Pro City GmbH. Das gute, sonnige Wetter habe wieder dazu beigetragen, „dass die Kunden gut gelaunt und entspannt ihre Innenstadt erkunden und vielleicht auch neu entdeckt haben“. Die meisten Händler hätten ein sehr positives Feedback gegeben, so Breyer – „und so muss es auch laufen“. „Wir machen immer mit, und es ist immer gut“, kommentierte auch Börries Grabenhorst vom „GUM Jeans & more“ den verkaufsoffenen Sonntag. Und der sei „generell eine gute Werbung für die Stadt“.

Rasante Versteigerungen

Ähnlich zufrieden äußerte sich Tanja Spradley, Event Managerin vom Kauf Park in Grone: „Es ist mega toll. So viele Menschen und alle so gut gelaunt“, beschrieb sie am späten Nachmittag die Stimmung in der Einkaufsmeile. Vor allem eine Asservaten-Ausstellung mit Versteigerungen des Göttinger Auktionshauses hatte immer wieder viele Besucher angelockt. Und sie hatten in bisweilen rasantem Tempo mit gesteigert – für Gartengeräte, Küchenmaschinen und manchen Kitsch.

Zu viele Veranstaltungen?

Noch überschaubarer als in der Innenstadt sah es am Lutteranger aus. Das frühere Lutteranger-Fest Ende März hatten die Geschäfte in Weende in diesem Jahr ausfallen lassen und ihren verkaufsoffenen Sonntag mit der „Göttingen-zieht-an“-Aktion zusammengelegt. Die Folge: Deutlich weniger Zulauf und bisweilen nur wenige Zuschauer vor den engagierten Musikern und einem Profikoch.
„Von Zufriedenheit kann bei uns keine Rede sein“, räumte Jutta Nell vom Einrichtungshaus CJ Möbel Jaeger ein. „Es ist einfach zu viel los an diesem Wochenende“, so ihre Vermutung. Und das kritisierten auch manche Besucher, die eine Auswahl treffen mussten: „Göttingen zieht an“, Aktionen im Kaufpark und am Lutteranger, Frühlingsmarkt in Duderstadt, ein Ritterfest im Süden und dann noch Dorfflohmärkte. „Das hätten man besser abstimmen müssen“, meinte Maralia Cracan – die sich schließlich für den Lutteranger entschieden hatte.

Von Ulrich Schubert

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