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Göttingen Baugebiet Zimmermannstraße: Zwei Schritte weiter
Die Region Göttingen Baugebiet Zimmermannstraße: Zwei Schritte weiter
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08:00 26.02.2018
Im Rathaus diskutierte der Bauausschuss über das Baugebiet Zimmermannstraße.
Im Rathaus diskutierte der Bauausschuss über das Baugebiet Zimmermannstraße. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten am Donnerstag mit großer Mehrheit dafür, dass der Verwaltungsausschuss abschließend entscheiden soll, da man in einigen Detailfragen noch Beratungsbedarf habe. Edgar Schuh von den Linken enthielt sich, Francisco Welter-Schultes von den Piraten stimmte dagegen. Beim Landschaftsschutz stimmten beide gegen den Antrag.

Die Entscheidung, eine 0,4 Hektar große Fläche am östlichen Ende der Zimmermannstraße aus dem Landschaftsschutz zu entlassen, habe man „sorgfältig abgewägt”, erklärte Ulrich Holefleisch von den Grünen. Zuvor hatte Stadtbauart Thomas Dienberg gesagt, dass die Fläche bereits an einen privaten Investoren verkauft worden sei. Hätte man anders entscheiden, so Holefleisch, hätte das „soziale Folgen”, da in Göttingen dringend neue Wohnungen gebraucht werden. Die Kritiker argumentierten, dass dort die Natur „zersplittert und zerstört” werde, so die Naturschutzbeauftragte Britta Walbrun. Welter-Schultes meinte, die Fläche sei für die Luftzufuhr der gesamten Nordstadt enorm wichtig und dürfe nicht bebaut werden.

Die angrenzende städtische Fläche soll einem Vergabeverfahren nach „Konzept” verkauft werden. Das heißt, es werden Punkte für bestimmte Kriterien wie Barrierefreiheit oder Gestaltung vergeben. Ziel der so genannten „Konzeptvergabe” ist es gemäß der Verwaltungsvorlage, für mehr „städtebaulichen Qualität” zu sorgen und nicht nur über den Preis zu entscheiden. Olaf Feuerstein (CDU) nannten die Konzeptvergabe „Quatsch”, denn die Lage sei klar. Auch Parteikollege Hans Otto Arnold meinte, das Konzept stünde dem Ziel, schnell zu bauen, „im Wege”. Ulrich Holefleisch von den Grünen findet die Vergabe „ganzheitlich und nachhaltig” und das Verfahren „mustergültig”. Stadtbaurat Thomas Dienberg appellierte, endlich „in die Hufe” zu kommen. Deshalb sollen nun noch eine Fragen, beispielsweise zur Punktvergabe im Konzept, in den Fraktionssitzungen beantwortet werden. Danach sollen die Politiker dann im Verwaltungsausschuss entscheiden.

Von Britta Bielefeld

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