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Göttingen Göttinger Briefmarken-Sammler treffen sich zum Großtauschtag
Die Region Göttingen Göttinger Briefmarken-Sammler treffen sich zum Großtauschtag
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00:35 14.03.2018
Harald Lippke sammelt Motivmarken. Quelle: Hartwig
Göttingen

„Sieht man Briefmarken als Geldanlage, lohnt sich das Sammeln neuer Marken nicht. Sie werden einfach in zu hoher Auflage ausgegeben“, sagt Helmut Prilop. Seit 2006 im Verein, ist er vor zwei Jahren dessen Vorsitzender geworden. Für den ehemaligen Vizepräsidenten des Verwaltungsgerichts ist der Verein eine Möglichkeit, seine Leidenschaft für das Historische mit anderen zu teilen. Die Gruppe umfasst 37 Mitglieder, drei neue sind im vergangenen Jahr hinzugekommen.

Trotz Zuwachs: Den Philatelisten fehle es mehr und mehr an Mitgliedern. Dabei habe sich aus dem simplen Sammeln von Postwertzeichen ein bunter Blumenstrauß von Themen herausgebildet, die das Hobby durchaus attraktiv machten – etwa das Sammeln von Briefen, Postkarten und Ansichtskarten, Post- und Sonderstempeln sowie Motivmarken. Prilop beispielsweise habe in das Sammeln von Postwertzeichen ein weiteres Hobby, die Ornithologie, einfließen lassen. „Marken zum Thema Berlin waren bei mir irgendwann vollständig und nicht mehr interessant.“

Marken, die zehn Tage Gültigkeit hatten

Gleich mehrere Sammler präsentierten ihre Leidenschaft auf Stellwänden. So auch Wolfgang Gran und Harald Lippke. Gran gehört seit einem Jahr zum Göttinger Verein und kann auf eine lange Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Philatelie der DDR zurückblicken. Seit einem Jahr habe er in Göttingen „eine neue Heimat für sein Hobby gefunden“. Gran hat sich auf das Sammeln von sogenannten Bezirkshandstempel-Marken der Sowjetischen Besatzungszone spezialisiert, die 1948 für ganze zehn Tage im Bereich der VEB-Betriebe sowie bei Justiz und Polizei Gültigkeit hatten. Sie werden heute zu einem respektablen Preis gehandelt. „Das macht die Sache so spannend“, sagt er.

Philatelisten frönen im Schützenhaus ihrem Hobby. Quelle: Hartwig

Harald Lippke ist seit seinem siebten Lebensjahr Philatelist. 25 Jahre ist er Mitglied im Verein. Das Briefmarken-Abo der Post sei ihm mit der Zeit zu einseitig geworden. Zwar sei Lippke so an postfrische und gestempelte Marken gekommen, „aber die gestempelten waren ja nie im Umlauf, hatten bloß Klischee-Stempel. Erst, wenn sie auf einem tatsächlichen Brief entwertet worden sind, erzählen sie eine Geschichte. Dann wird es interessant.“ Lippke sammelt Motivmarken. „Seien es Motive aus der Tierwelt, Höhlenmalerei oder alpine Abbildungen – Das Sammeln nach Themen macht das Hobby spannend.“

Noch weiter geht das Hobby bei der sogenannten „Social Philately“. Dabei beschäftigt sich der Philatelist mit den Hintergründen von Briefmarken und Briefen. Insbesondere aber beleuchtet er Absender und Empfänger. Erst dieses umfängliche Beschäftigen mit dem Thema Briefmarken mache den Philatelisten aus, sagt Manfred Denecke, Ehrenvorsitzender im Verein.

Von Markus Hartwig

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