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Göttingen Um die Wette auflegen
Die Region Göttingen Um die Wette auflegen
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00:17 24.06.2017
Von Hannah Scheiwe
DJ Hands On will die Besucher der Kieler Woche zum Tanzen bringen Quelle: r
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Göttingen/Kiel

„Ich bin jetzt seit neun Jahren DJ“, erzählt der 29-jährige Wede, der aus Hann. Münden kommt und nun in Göttingen lebt. Seit einem Jahr lege er häufiger mit Olfermann gemeinsam auf. „Wir sind ein gutes Team“, sagt er über die Zusammenarbeit mit dem 25-jährigen Göttinger, der das Platten-Auflegen hauptberuflich ausübt.

DJ DeeVoe

Beim Battle auf der Kieler Woche sind die beiden allerdings Konkurrenten.Beide haben es unter die zehn DJs geschafft, die aus den dreiminütigen Videobewerbungen für das Battle in Kiel ausgewählt wurden. Sie treten dort im K.O.-System mit jeweils sechsminütigen Sets gegeneinander an. Der DJ mit den meisten Punkten in der Vorrunde - die Jury bewertet nach Kreativität, Musikauswahl und Publikumsreaktion - kommt direkt in die Endrunde, die anderen müssen in einem Halbfinale nochmal ran.

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Zum Auflegen sei er damals durch einen Freund in Göttingen gekommen, erzählt Wede. „Der hatte ein Mischpult, da haben wir Platten gescratched.“ Das habe ihn so sehr fasziniert, dass er dabei geblieben sei. Seit diesem Jahr sei er als DJ selbstständig, habe das Hobby zum Beruf gemacht. So legt der 29-jährige mit dem braunen Bart und der Nerd-Brille dieses Jahr auch beim Deichbrand-Festival auf. „Ich komme aus dem Battle-Bereich und bin technisch sehr stark“, erzählt er.

Trotzdem übe er natürlich für das Battle in Kiel: Er bereite vor, was er spiele und was für Tricks und „lustige Übergänge“ er einbinde. Als „hip-hop-lastig mit vielen schrillen Sounds“ beschreibt er seinen Stil. Als Beispiel für experimentelle Übergänge nennte er den Wechsel vom Lied „Lemon Tree“ der Band Fools Garden zu einem Hip-Hop- oder Trap-Song. Seine DJ-Idole: Eskei83 und der bereits verstorbene DJ AM.

Seltene Auftritte in Göttingen

In Göttingen kann man die Sounds von Wede allerdings nur selten hören. „In Göttingen ist die Club-Szene nicht so toll“, sagt er. Die DJs würden häufig nicht gut bezahlt. Er habe zwar schon auf einigen studentischen Partys, beispielsweise im einsB oder im Amavi, aufgelegt. Zuletzt hat er auch auf dem Dies Academicus die Platten gedreht und so für gute Stimmung gesorgt. Ansonsten sei er aber vor allem überregional in ganz Deutschland unterwegs.

Sein Zuhause ist trotzdem noch in Göttingen. Er habe zwar schon darüber nachgedacht, in eine größere Stadt zu ziehen, aber Göttingen sei gut gelegen, um am Wochenende in die verschiedensten Richtungen Deutschlands auszuschwärmen. „Und Göttingen ist einfach eine tolle Stadt.“

Wer es nicht nach Kiel schafft, kann DJ Hands On bei einem seiner seltenen Auftritte in Göttingen live sehen: Am Freitag, 30. Juni, in der Bubbles Bar, Jüdenstraße 13b.