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Göttingen Göttinger Eltern für das Abitur nach 13 Jahren
Die Region Göttingen Göttinger Eltern für das Abitur nach 13 Jahren
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20:56 31.10.2013
Von Ulrich Schubert
Abitur (Symbolbild)
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Göttingen

In einem Plädoyer werben sie jetzt für die „Rückkehr von Zeit und für die Nachhaltigkeit des Lernens an den Gymnasien in Niedersachsen“ und damit für das Abitur nach 13 Schuljahren (G 9).

Vor allem „erwarten“ die Elternräte „eine Gleichbehandlung unserer Kinder“. Damit beziehen sie sich auf die längere Schulzeit (mit G9) an Gesamtschulen. Ihr Appell richtet sich vor allem an die neue rot-grüne Landesregierung.

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Das G 9-Abitur an deutschen Gymnasien sei nicht nur „komplex und anspruchsvoll“ gewesen, sondern auch „international geschätzt“, so die Elternvertreter. Und sie betonen, dass nachhaltiges Lernen „Zeit und Muße braucht, um reife Früchte zu tragen“. Das Turbo-Abi produziere eine Schülerschaft, die einem enormen Lern- und Leistungsdruck mit vielen negativen Folgen ausgesetzt sei. Dazu gehörten erhöhter Medienkonsum sowie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Essstörungen und Depressionen.

Zunehmend würden Gymnasiasten aus Zeitmangel aus Vereinen austreten. In der Oberstufe summierten sich Unterrichts- und Lernstunden inzwischen auf 50 Wochenstunden. Der Aussage des Landes, Abiturienten aus dem G 8 würden bei den Noten ebenso gut abschneiden wie einst G 9-Kandidaten, halten die Elternvertreter entgegen, dass inzwischen ab Klasse 7 bis zu 40 Prozent der Schüler das Gymnasium vorzeitig verließen.