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Göttingen Göttinger Friedensforum plant Kundgebung am Antikriegstag
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Göttinger Friedensforum plant Kundgebung am Antikriegstag

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07:00 21.08.2020
Eckart Stedeler vom Göttinger Friedensforum bei der Kundgebung 2019.
Eckart Stedeler vom Göttinger Friedensforum bei der Kundgebung 2019. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Mit einer Kundgebung auf dem örtlichen Marktplatz will das Göttinger Friedensforum am Dienstag, 1. September, an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren erinnern und vor einem neuen Rüstungswettlauf warnen. „Mit seinem Überfall auf Polen riss Nazi-Deutschland 1939 die Welt in den Abgrund eines bestialischen Krieges, der unermessliches Leid über die Menschen brachte und 60 Millionen Tote forderte“, heißt es in dem Aufruf.

Zugleich erreiche der nukleare Rüstungswettlauf neue Ausmaße. Die globalen Rüstungsausgaben beliefen sich inzwischen auf zwei Billionen US-Dollar, hieß es. Deutschland sei nicht nur viertgrößter Rüstungsexporteur weltweit, auch unter den Ländern mit den höchsten Rüstungsausgaben sei die Bundesrepublik auf den siebten Platz vorgerückt.

Rüstungspolitische Entscheidungen im Schatten von Corona

Die aktuellen Pläne zur Beschaffung von F-18-Kampfflugzeugen mit Atomwaffenträgersystemen und zur Bewaffnung von Kampfdrohnen seien nur zwei Beispiele dafür, „wie im Schatten von Corona grundlegende rüstungspolitische Entscheidungen für die künftige Ausrichtung der Bundeswehr gefällt werden“. Stattdessen müsse sich die Regierung endgültig von der Vorgabe der Nato lösen, zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes für Rüstung auszugeben, so die Forderung.

Der 1. September gilt nur in Deutschland als Antikriegstag. Erstmals wurde in der Sowjetischen Besatzungszone am 1. September 1946 ein „Weltfriedenstag der Jugend“ begangen. Seit Beginn der 1950er Jahre wurde in der DDR der 1. September als „Tag des Friedens“ bezeichnet, an dem die Menschen bei die Versammlungen und Kundgebungen für den Weltfrieden eintreten sollten. In der Bundesrepublik ging die Initiative für diesen Gedenktag vom DGB aus, der erstmals am 1. September 1957 unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ zu Aktionen aufrief. Auch seit der Wiedervereinigung gibt es an diesem Tage jährlich Veranstaltungen.

Von epd