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Göttingen Göttinger Friedensforum würdigt Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages
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Göttinger Friedensforum würdigt Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages

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12:56 21.01.2021
Grafik-Karte Nr. 101088, Querformat 90 x 70 mm, "Atommächte und in deren Besitz befindliche Nuklearwaffen 2020 (Wiederholung)";Grafik: A. Zafirlis; Redaktion: J. Schneider
Grafik-Karte Nr. 101088, Querformat 90 x 70 mm, "Atommächte und in deren Besitz befindliche Nuklearwaffen 2020 (Wiederholung)";Grafik: A. Zafirlis; Redaktion: J. Schneider Quelle: dpa Grafik
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Göttingen

Mit einer Kundgebung auf dem Göttinger Hiroshimaplatz will das örtliche Friedensforum am 22. Januar das gleichzeitige Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages der UNO würdigen. Der Vertrag werde damit zu internationalem Völkerrecht, sagte am Montag der Sprecher des Göttinger Friedensforums, Eckart Stedeler. Die Vertragsstaaten seien verpflichtet, sich nicht an der Entwicklung, an Tests oder der Produktion von Atomwaffen zu beteiligen. Sie dürften nukleare Waffen nicht besitzen oder solche Waffen anderer Staaten auf ihrem Territorium lagern.

An der Kundgebung wird auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), der Mitglied des Bündnisses ist, teilnehmen. Er begrüßt das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages ausdrücklich. „Das ist der nächste wichtige Schritt auf dem Weg in eine Welt ohne Atomwaffen. Denn die humanitären Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen sind katastrophal. Wir brauchen jetzt eine neue, globale Debatte über nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle. Auch die Bundesrepublik ist gefordert, hier beispielgebend mitzuwirken und dem Vertrag beizutreten. Eine friedliche und sichere Zukunft lässt sich nur ohne Atomwaffen gestalten“, erläutert Köhler.

Beitritt weiterer Staaten möglich

Der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen wurde von den Vereinten Nationen am 7. Juli 2017 mit 122 Stimmen angenommen. Nach der am 24. Oktober 2020 erfolgten 50. Ratifizierung durch Honduras tritt der Vertrag am 22. Januar in Kraft. Auch danach ist ein Beitritt weiterer Staaten möglich. Die Atommächte (USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Israel, Indien, Pakistan, Nordkorea) sowie Deutschland sind dem Vertrag bislang nicht beigetreten.

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Die Kundgebung solle „ein deutliches Zeichen an die Bundesregierung setzen", sagte der Sprecher des Friedensforums Eckart Stedeler. Deutschland müsse dem Vertrag beitreten und zudem dafür sorgen, dass die auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel gelagerten US-Atombomben abgezogen würden.

Von epd/r