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Göttingen Göttinger Friedenspreis geht an Irmela Mensah Schramm
Die Region Göttingen Göttinger Friedenspreis geht an Irmela Mensah Schramm
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14:01 07.03.2015
Von Michael Brakemeier
Irmela Mensah-Schramm Quelle: Heller
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Göttingen

Damit würdigt die Preisjury Mensah-Schramms "langjährigen, mutigen und herausragenden praktischen Einsatz für Frieden, Demokratie und Menschenrechte", heißt es in der Begründung. In den vergangenen 28 Jahren hat  Mensah-Schramm rund 100000 Aufkleber und Schmierereien entfernt - rechtsextreme, schwulenfeindliche, antisemitische oder rassistische Parolen an Hauswänden, Stromkästen, U-Bahn-Sitzen. Seit Mitte der 90er Jahre zeigt sie in ihrer Wanderausstellung "Hass vernichtet" eine Auswahl an Parolen, die sie vor dem Wegputzen fotografiert hat. Dazu bietet sie antirassistische Workshops für Schüler an.Die Erzieherin und Heilpädagogin habe früh erkannt, so die Jury weiter, "dass rassistische Parolen und Symbole, auch insbesondere in Form von Graffiti extremistisches Denken fördern und durch ihre permanente Präsenz in öffentlichen Räumen immer wieder eine Bestätigung für dieses Denken bilden". Diesen Kreislauf wolle Mensah-Schramm durchbrechen, indem sie "die visuellen Hetz- und Hassparolen mit ihren unermüdlichen und unerschrockenen Aktionen" beseitige - mit Pinseln und Lösungsmittel, mit Glasschabern und Farbe.Der Göttinger Friedenspreis ist mit 3000 Euro dotiert. Er wurde am Sonnabend zum 17. Mal verliehen. Stifter war der Göttinger Wissenschaftsjournalist Dr. Roland Röhl. Röhl war am 24. Dezember 1997 an Krebs gestorben.