Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Action beim 34. Göttinger Gesundheitsmarkt
Die Region Göttingen Action beim 34. Göttinger Gesundheitsmarkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 06.09.2019
Die 22-jährige Nele Grube (helles Oberteil) lässt sich von Anabel Wolter Übungen auf dem Trampolin zeigen. Quelle: Markus Riese
Anzeige
Göttingen

Gesund älter werden – unter diesem Motto stand der 34. Göttinger Gesundheitsmarkt des Gesundheitszentrums Göttingen am Freitag, 6. September, rund um die Johanniskirche. Die Innenstadt-Besucher konnten sich an vielen Ständen zu ganz unterschiedlichen gesundheitsrelevanten Themen informieren und beraten lassen, aber auch selbst aktiv werden.

Infos, Beratungen, Mitmach-Action: Vielseitig war das Angebot vor der Johanniskirche in Göttingen.

„Glücklicherweise hat sich der Blick unserer Gesellschaft auf das Alter und die gesundheitlichen Potenziale älterer Menschen inzwischen grundlegend verändert“, sagte Klaus-Peter Hermann (SPD), Vorsitzender des Ausschusses Soziales und Gesundheit im Rat der Stadt Göttingen, bei der Begrüßung. Das Alter sei heute „nicht mehr nur eine Phase der körperlichen und geistigen Verletzlichkeit und gesundheitlicher Einbußen“. Und heute sei bekannt, dass vorbeugende Potenziale zur Verbesserung der Gesundheit in jedem Lebensalter bestehen würden.

„Die Möglichkeiten und Voraussetzungen für ein gesundes Älterwerden sind jedoch ungleich verteilt. Denken wir beispielsweise an Bildung, finanzielle Sicherheit oder Möglichkeiten für Teilhabe und Sozialkontakte, die alle Einflüsse auf die Gesundheit nehmen“, so Hermann weiter. In einer immer älter werdenden Gesellschaft steige zwangsläufig auch die Zahl der Pflegebedürftigen an.

Lebenswerte Quartiere

Hermann warf die Frage auf, wie die Probleme der „großen Politik“ auch auf kommunaler Ebene angegangen werden könnten. „Wir müssen in unserer Stadt für lebenswerte Quartiere sorgen, in den ältere Frauen und Männer gut versorgt leben können“, so der Politiker. Dazu gehörten seiner Ansicht nach auch die Anbindung an häusliche Pflege, eine ausreichende Nahversorgung, bezahlbarer Wohnraum – „und ein öffentlicher Personennahverkehr, der auch im fortgeschrittenen Alter die Mobilität und Teilhabe sichert.“ Hermann verwies zudem auf die Nachbarschaftszentren und die Stadtteilbüros.

„Auch unseren jährlichen Göttinger Gesundheitsmarkt zähle ich zu den Bausteinen einer lebenswerten Kommune“, lobte der Ausschussvorsitzende unter anderem das Engagement des Göttinger Gesundheitszentrums. Dessen geschäftsführende Vorsitzende Christina Ziethen war von Anfang an dabei: „Bei der ersten Auflage 1986 war ich als Gesundheitsliesel unterwegs, um die Menschen auf die Angebote aufmerksam zu machen“, erinnerte sie sich.

Einige der Aussteller seien bis heute durchgehend dabei gewesen, andere immerhin schon „sehr lange“. Und doch gebe es bei jeder neuen Auflage auch immer wieder neue Stände und Anbieter. „Das hat natürlich auch mit den wechselnden Trends und Themen zu tun“, weiß Ziethen. In diesem Jahr zeigte beispielsweise die DAO-Schule Göttingen Tai Chi Chuan und Qi Gong. „Mein Ansatz ist, dass wir präventiv arbeiten und frühzeitig die Menschen informieren, damit sie gar nicht erst krank werden“, so Ziethen weiter. Deshalb richte sich der Gesundheitsmarkt auch an praktisch jede Altersstufe und eben nicht nur an die älteren Mitbürger.

Alle Muskeln in Bewegung

Und so durfte sich zum Beispiel jeder – unabhängig vom Alter – mal auf den Trampolinen von Anabel Wolter ausprobieren. Bei diesem Sport werden alle Muskeln aktiviert, es handelt sich also um ein Ganzkörper-Training. Die 22-jährige Nele Grube war nach ihren Probe-Übungen ein wenig außer Atem – aber glücklich: „Das sind schon ungewohnte Bewegungen, wenn man das noch nie in dieser Form gemacht hat“, berichtete sie.

Die kleine Lektion, begleitet von passender Musik, hat ihr dabei so viel Spaß gemacht, dass sie ernsthaft über ein neues Hobby nachdenkt: „Ich könnte mir gut vorstellen, das regelmäßig zu machen“, befand die junge Frau.

Vielfältige Angebote rund um das Thema Gesundheit

Ein breites Spektrum haben die Teilnehmer des 34. Göttinger Gesundheitsmarktes rund um die Johanniskirche abgebildet. Neben dem Gesundheitsamt, der Verbaucherzentrale Niedersachsen und der Volkshochschule Göttingen Osterode waren diverse Selbsthilfegruppen, Verbände, aber auch kommerzielle Anbieter unter den Ausstellern – vom Hörgeräte-Fachgeschäft bis zum Naturkosmetik-Spezialisten. Vor allem Vereine aus unterschiedlichsten Sparten zeigten Flagge, darunter die Freie Altenarbeit Göttingen, der Kneipp-Verein Göttingen, das Albert-Schweitzer-Familienwerk oder der Göttinger Gesundheitssport. Daneben informierten das Hospiz an der Lutter, das Büro für Integration der Stadt Göttingen, der Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Göttingen und die Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen über das jeweilige Leistungsspektrum. Beratungen gab es zu Themen wie Suchttherapie, Ernährung, Zahngesundheit, Fitness oder Naturheilkunde. Kids hatten beim Kinderschminken und beim „Seifenblasenzirkus“ ihren Spaß, während Erwachsene beispielsweise den Zuckergehalt in Getränken testen konnten.

Von Markus Riese

Tänze aus fernen Ländern und Kulturen werden beim Tanzprojekt „ANAR DANA“ in Göttingen gelehrt. „Wir erleben die Kulturen in unseren eigenen Körpern durch die Tänze“, sagt Leiterin Helene Eriksen. Die Anmeldung ist noch möglich.

06.09.2019

Das Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Glunz-Gelände in Grone kann weiter wachsen. Für 85000 Euro soll die Straße dort jetzt weiter gebaut werden, auch für ein neues THW-Gebäude.

06.09.2019

Kirmesumzug in Grone, Radsportevent in der Innenstadt, Popcorn-Vortrag im Möbelhaus – Anlässe zum Feiern und Stauen habe die Tageblatt-Fotografen in der vergangenen Woche mit ihrer Kamera eingefangen. Unsere Bilder der Woche.

06.09.2019