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Göttingen Göttinger Hospiz an der Lutter zieht um
Die Region Göttingen Göttinger Hospiz an der Lutter zieht um
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00:16 28.11.2017
Quelle: GT
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Göttingen

Zu einem Tag der offenen Tür strömten zahlreiche Besucher in die Humboldtallee, um sich die neuen Räumlichkeiten des neuen Hospiz an der Lutter anzuschauen, die das Evangelische Krankenhaus Weende der Hospizverein zur Verfügung gestellt hat. „Unseren Namen, den behalten wir, der ist ja bundesweit bekannt, denn es gibt uns ja schon seit 25 Jahren“, sagte die Vorsitzende des Vorstandes, Beatrix Haan. Das Weender Krankenhaus sei vertraglich verpflichtet gewesen, für einen neuen Standort für das Hospiz zu sorgen. „Wir haben jetzt ein ganz tolles, stadtnahes Quartier bekommen“, sagte Haan.

Die Patientenzimmer sind hell, größer und hochmodern – die Beleuchtung ist dimmbar, die Betten können nach Wunsch verstellt werden, alle technischen Möglichkeiten sind vorhanden – und alle Zimmer sind mit einer geräumigen Nasszelle ausgestattet. Zudem gibt es einen Raum der Stille und ein großes „Wohnzimmer“, auch für Familienfeiern. „Wir haben nun für das Hospiz 880 Quadratmeter zur Verfügung, das sind etwa 300 Quadratmeter mehr als in Weende“, sagt Haan. „Damit ist unser Hospiz zukunftsweisend aufgestellt.“

Die Zahl der stationären Betten im Hospiz wurde von sieben auf acht erweitert. Um die acht Patienten kümmern sich 10,2 Mitarbeiter. „Wir haben weitere Expansionsmöglichkeiten“, sagte Regina Bauer, die das stationäre Hospiz leitet. Der Gesetzgeber beschränkte ein Hospiz auf maximal 12 Betten. „Die Auslastung des stationären Hospizes liegt ei über 90 Prozent“, sagte Haan. „Für den Verein arbeiten zudem 80 speziell ausgebildete Ehrenamtliche im ambulanten Hospiz mit.“ Die Organisation läuft derzeit schon komplett über die Räumlichkeiten in der Humboldtallee. Uwe Roselieb, Vorstandsmitglied und ehrenamtlicher Geschäftsführer, kümmert sich gemeinsam mit dem hauptamtlichen Geschäftsführer Olaf Hußmann ums Geld. „Wir erhalten pro Bett pro Tag etwa 285 Euro von den Krankenkassen“, sagte Roselieb. Dem stünden gut 400 Euro Kosten gegenüber. „300000 Euro benötigen wir somit jährlich aus der Bürgerschaft.“ Es sei in der Hospizbewegung üblich, dass ein Teil des Geldes aus der Bürgerschaft komme, betonte Roselieb. Es gebe einen Förderkreis, private Spender und, ganz wichtig, Vermächtnisse zugunsten des Göttinger Hospizes. „Doch wir wir mussten für den Umbau an unsere Rücklagen gehen, die würden wir gerne schnellstmöglich wieder füllen“, sagt Roselieb. Das Hospiz zahle nun zudem einen monatlichen Mietzins an das Weender Krankenhaus. Komplett abgeschlossen sind die Arbeiten im Innenraum – bis auf Kleinigkeiten. Ein Garten mit Teich muss aber, ebenso wie der Eingangsbereich, noch angelegt werden. Auf eine große Terrasse im Garten können dann sogar bettlägerige Patienten über einen Fahrstuhl gebracht werden.

Spendenkonto des Hospizes

DE10 2605 0001 0044 3007 70 bei der Sparkasse Göttingen

Von Frank Beckenbach

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