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Göttingen Göttinger „Jung-Astronomen“ sammeln Daten in der Stratosphäre
Die Region Göttingen Göttinger „Jung-Astronomen“ sammeln Daten in der Stratosphäre
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17:56 06.06.2019
„Jetzt wird es hoch spannend“: Das komplette Team der Astronomie-Schüler des Hainberg Gymnasiums mit den Vertretern der im Measurement Valley organisierten Sponsoren. Quelle: r
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Göttingen

Unter anderem der Wirtschaftsverbund Measurement Valley fördert das Projekt. In zwei Wochen gehts los: Start ist am Freitag, 21. Juni, um 9.30 Uhr.

Die jungen Forscher des Wahlpflichtunterrichts Astronomie haben ihren Förderen diese messtechnisch-meteorologische Aufgabe erläutert, so Claudia Trepte, Geschäftsführerin von Measurement Valley (MV). Sponsoren aus dem MV-Verbund sind: Accurion GmbH, Adolf Thies GmbH, Lambrecht meteo GmbH, Ottobock SE & CO. KGaA, Visi Con Automatisierungstechnik GmbH.

UV-Wert und den CO2-Gehalt in den Lufthöhen messen

„Jetzt wird es hoch spannend“, habe Georg Bartelt, Schulleiter des Hainberg-Gymnasiums, zu Beginn der Präsentation betont. Die Schüler hätten sich die messtechnische Aufgabe gestellt, den UV-Wert und den CO2-Gehalt in den Lufthöhen zu messen. Die Anleitung dazu erfolge durch „die beiden sehr engagierten, die Arbeitsgruppen begeisternden Physiklehrer Matthias Deters und Mathias Schäfer“, so Trepte.

Durch die Messungen soll unter anderem deutlich werden, wie Atmo- und Stratosphäre vor UV-Strahlung schützen und welchen Einfluss der Mensch auf beide ausübe. So könne auch gezeigt werden, „ob Göttingen vergleichsweise gute CO2-Werte aufweist und wie dick die Ozonschichten und ihr UV-Filter über der Stadt sind.“ Messungen der Temperatur und des Luftdrucks verdeutlichten Höhenprofile der beiden Sphären.

Auf Basis der Daten Klimaprobleme erkennen

Der Start des Wetterballons von rund zwei Metern Durchmessern erfolge auf dem Schulgelände. Das Ziel: Mithilfe selbst gebauter Sensoren sollen Daten gesammelt und Klimaprobleme erkannt werden, so Trepte. Außerdem könnten mit einer Kamera Fotos von der Erdkrümmung erstellt werden.

Die Schüler haben sich mit der Berechnung und der Genehmigung des Landeortes beschäftigt und Versicherungsfragen beantwortet. Zu diesem Zweck haben die „Messtechniker“ unter den Schülern die passenden Sensoren-Elemente ausgesucht, programmiert und getestet. Die Arbeitsgruppe „Design und Bau“ sei neben der Fertigung der Sonde auch für die Werbung und Kommunikation verantwortlich.

Die exakte Landeposition soll ein GPS-Sender liefern

„Könnt ihr berechnen, wo genau der Wetterballon landen wird?“, habe Andreas Goppelt, CTO und Leiter im Bereich Forschung und Entwicklung bei Ottobock, gefragt. Die Antwort eines „Flugleiters“: „Exakt können wir das noch nicht vorhersagen, wünschenswert wäre der Raum Göttingen, aber auch Leipzig oder die Grenze zu Polen wären je nach Wind möglich.“ Gewissheit über die exakte Position solle ein GPS-Sender liefern.

Stephan Ferneding, Vorsitzender des Measurement Valley sei „vom Engagement der Schüler begeistert“, so Trepte. Ähnlich ginge es den Schülern, habe Physiklehrer Deters gesagt: „Die ohnehin naturwissenschaftlich sehr interessierten Schülerinnen und Schüler waren für das Projekt sofort Feuer und Flamme.“

Sensoren werden für Wetterstation auf dem Schulgelände genutzt

„Da die Arbeitsgruppen mit professionellen Bauteilen arbeiteten, werden nach dem Experiment die Sensoren für eine dauerhafte Wetterstation am Schulgebäude mit Anzeige auf der Schul-Homepage angebracht und für Langzeitmessungen genutzt“, betont die Geschäftsführerin von Measurement Valley.

Von Stefan Kirchhoff

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