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Göttingen Göttinger KGS prüft Umwandlung in eine IGS
Die Region Göttingen Göttinger KGS prüft Umwandlung in eine IGS
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06:17 26.03.2012
Von Ulrich Schubert
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Göttingen

So werde momentan erörtert, ob und wie dann der gemeinsame Unterricht bis einschließlich der achten Klasse verlängert werden kann. Zugleich sagte Wedrins, dass seine Schule keine zweite IGS nach dem Modell der Georg–Christoph-Lichtenberg-Schule werden wolle.  Noch ist alles offen: Das Kollegium der KGS prüfe die Vor- und Nachteile einer Umwandlung, so Wedrins. Hintergrund der internen Diskussion sei das niedersächsische Schulgesetz in seiner gültigen Fassung. Danach hätten Kooperative Gesamtschulen nur noch Bestandsschutz und kaum Spielraum, sich weiter zu entwickeln. Schon jetzt seien wichtige Personalstellen wie die Leitung eines Hauptschulzweiges oder eine hauptamtliche Eingangsstufenleitung gestrichen worden.

Klar sei, dass die KGS nicht mehr im Fokus der Landesregierung stehe und sich die Schule als IGS besser positionieren könne. Konzeptionell werde die Göttinger KGS ohnehin seit 1994 in den Klassen Fünf bis Acht wie eine IGS geführt. Dabei werden die Schüler bis zum Ende der achten Klasse im Klassenverband unterrichtet. Ab Klasse sieben wird nur in Deutsch, Englisch und Mathematik sowie in der zweiten Fremdsprache nach Schulform getrennt. In Niedersachsen hätten laut Schulleiter nur noch zwei weitere KGS diesen Sonderstatus. Als IGS hätte die Geschwister-Scholl-Gesamtschule Anspruch auf weitere Leitungsstellen wie Jahrgangsleitungen.

Elternbefragung

Schulvorstand und Gesamtkonferenz hätten dem Prüfverfahren zugestimmt. Auch der Personalratsvorsitzende der KGS, Mischa Drüner, wertet die Diskussion als eine „ergebnisoffene Prüfung durch das gesamte Kollegium“. Wichtig sei allerdings, bei einem Wechsel die Ganztagsstunden der KGS mit übernehmen zu können. Sollte sich die Schule für diesen Weg entscheiden, müsste diese Umwandlung von der Landesregierung bewilligt werden. Offen sei, ob es dazu – wie bei neuen Gesamtschulen – eine Elternbefragung geben muss. Auch die Stadt Göttingen müsste als Schulträger zustimmen. Sollte eine Umwandlung kommen, würde die zweite Göttinger IGS ab Klasse fünf schrittweise aufgebaut. Die jetzigen Schüler würden bis zu ihrem Abschluss KGS-Schüler bleiben.

Der Zeitpunkt für eine Umwandlung sei noch nicht zu bestimmen, auf keinen Fall zum neuen Schuljahr, sagt Wedrins. Unterdessen lässt der Rat bereits prüfen, wie und wo eine weitere und damit dritte IGS in der Stadt eingerichtet werden kann. Im Gespräch ist dafür das Schulzentrum in Weende, in das gerade die Voigtschule eingezogen und mit der Personn-Realschule zusammengewachsen ist.