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Göttingen Göttinger Kirchenkreis feiert 25 Jahre Diakonieverband
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Göttinger Kirchenkreis feiert 25 Jahre Diakonieverband

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15:40 09.10.2020
Der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Göttingen hat in St. Jacobi das 25-jährige Bestehen seines Diakonieverbands gefeiert. Quelle: R
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Göttingen

Der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis Göttingen hat das 25-jährige Bestehen des Diakonieverbands mit einem Festgottesdienst in der Jacobikirche gefeiert. An der Veranstaltung nahm außer haupt- und ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern sowie Ehrengästen auch Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt teil.

Sie habe sich für die „gute und enge“ Zusammenarbeit bedankt, teilte der Kirchenkreis mit. Die rund 130 Haupt- und 300 Ehrenamtlichen hätten vielen Menschen über etliche schwierige Situationen hinweggeholfen, habe Broistedt erklärt. Während der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 habe sich das Migrationszentrum sehr engagiert – und mit den Projekten „Sei Willkommen“ und „Ich kann helfen“ die Integration aktiv gefördert. Während des Lockdowns, hätten die Bahnhofsmission oder die Suchtberatung ihre Arbeit nicht eingestellt, sondern den Bürgern durchgängig geholfen, habe Broistedt betont. Diese Unterstützung „sei von unschätzbarem Wert“ gewesen, heißt es weiter.

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Einige Haupt- und Ehrenamtliche seit mehr als 20 Jahren aktiv

Jörg Mannigel, Geschäftsführer des Diakonieverbands, habe betont, dass einige Haupt- und Ehrenamtliche bereits seit mehr als 20 Jahren dabei seien, obwohl die Arbeit im Lauf der Jahre aufgrund von „Finanzkrisen beim Bund, Paradigmenwechsel durch neue Gesetze und wachsende europäische Vorgaben“ nicht einfacher geworden sei. „Professionelle Arbeit kostet Geld. Aber sie hilft den Einzelnen und der Allgemeinheit“, wird Mannigel in der Mitteilung zitiert.

Kompetente Unterstützung bei großer menschlicher Zugewandtheit im Alltag könne erst erfolgen, wenn auch erkannt werde, dass jemand Hilfe benötigt, habe Superintendent Friedrich Selter gesagt. „Viele in bedrängter Lage scheuen sich davor, um Hilfe zu bitten. Diakonische Arbeit ist auch aufspürende Arbeit“, wird Selter zitiert. Dankbarkeit auf beiden Seiten sei oft die Folge.

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Straßensozialarbeit hilft verschuldeter Frau

Ein Beispiel habe Mike Wacker, Leiter der Straßensozialarbeit (Straso) genannt. Das Team habe eine junge Frau getroffen, die sowohl mit Schulden als auch mit einer Suchterkrankung zu kämpfen gehabt hatte. „Heute“, habe Wacker gesagt, „hat sie einen Entzug absolviert, arbeitet ehrenamtlich und macht keine neuen Schulden mehr.“

Zum Diakonieverband gehören die Bahnhofsmission, die Demenzhilfe, die Diakoniestation, die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, die Kirchenkreissozialarbeit und Lebensberatung, das Migrationszentrum und die Straso. Diese Einrichtungen bieten Information, Beratung und Unterstützung in „unterschiedlichsten Lebenslagen“ ,so der Kirchenkreis.

Von Stefan Kirchhoff