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Göttingen Göttinger Linke übt sich in Harmonie
Die Region Göttingen Göttinger Linke übt sich in Harmonie
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19:31 16.09.2014
Von Michael Brakemeier
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Göttingen

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatten rund 70 Mitglieder des Kreisverbandes getagt und über den Umgang innerhalb des Kreisverbands diskutiert. „Harmonisch“, und „konstruktiv“, wie Teilnehmer betonen. Gleichzeitig, so heißt es in einer Mitteilung, sei die „aktive Teilnahme“ der Linksjugend gewürdigt worden. Sie sei „fester Bestandteil“.

Neben der Aussprache über die innerparteilichen Vorgänge stand die Neuwahl des Kreissprecherrates auf der Tagesordnung. Gewählt wurden der Sozialwissenschaftler Christoph Filler, die Studentin Sabrina Vache, der Ökonom Alexander Sohn, die Selbstständige Barbara Kunis und der Universitätsprofessor Wolfgang Krumbein. Der KSR soll durch neue Strukturen und Organisationsformen „inhaltlich und programmatisch“ arbeiten, sagt Filler.

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Für die Sitzung hatten die ehemaligen KSR-Mitglieder Dirk Tegtmeyer und Dieter Reitemeyer sowie Christine Hauck, Michael Kaufmann, Kirsten und Olaf Klein sowie Peter Strathmann einen Misstrauensantrag gegen den Göttinger Ratsherren Patrick Humke vorbereitet. Humke sollte aufgefordert werden, sein Ratsmandat und sein Mandat im Landesvorstand niederzulegen. Die Diskussion darüber ist laut Filler auf die nächste Kreismitgliederversammlung vertagt worden.

Seit Monaten ist der Kreisverband und der zuletzt gewählte Sprecherrat zerstritten und gespalten. Es geht um persönliche Befindlichkeiten, um den Umgang mit der Linksjugend und mit Anhängern der Sozialistischen Alternative, um Diffamierungen und Beleidigungen von Mitgliedern in sozialen Medien, um Zensur, um gegenseitige Vorwürfe, Wahlkämpfe sabotiert zu haben, um verweigerte Mitgliedsanträge. Wegen der Querelen innerhalb der Göttinger Ratsfraktion hatte Gerd Nier im Sommer sein Mandat niedergelegt.