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Göttingen Nobelpreisträgerin liest beim Göttinger Literaturherbst
Die Region Göttingen Nobelpreisträgerin liest beim Göttinger Literaturherbst
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14:19 15.08.2019
Liest in Göttingen: Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller. Quelle: Michal Krumphanzl/dpa
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Göttingen

Der Göttinger Literaturherbst wird in diesem Jahr so groß und vielfältig sein wie nie vorher. Vom 18. bis 28. Oktober soll es 80 Veranstaltungen geben, sagte Literaturherbst-Geschäftsführer Johannes-Peter Herberhold bei der Vorstellung des Programms. Die Lesungen, Gespräche und Vorträge werden während der elf Tage an 37 verschiedenen Orten angeboten und ausgerichtet. Das Programm wurde vom kleinen Team des Literaturherbstes erläutert, dazu gehören neben Herberhold Marie Varela, Christina Piljavec, Hanna Hovtvian, Gesa Husemann und Nina Hornig.

20.000 Besucher kamen 2018

Auf die Frage, wie weit das Literaturfestival, das im vergangenen Jahr rund 20.000 Besucher zählte, noch wachsen will, sagte Herberhold: „Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Wenn der Zuspruch so bleibt, wollen wir es so halten.“ In diesem Jahr seien neue und viele kleine Spielstätten hinzugekommen.

Zu den eingeladenen Gästen gehören neben der deutschen Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller unter anderem Christoph Hein, Doris Dörrie, Ilja Richter und der norwegische Autor Jostein Gaarder. Zu den weiteren Höhepunkten zählen Veranstaltungen mit dem früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck, Ex-Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU), dem Liedermacher Wolf Biermann und dem Schauspieler, Musiker und Autor Ulrich Tukur.

„Wir sind auch politisch engagiert“

„Der Literaturherbst zeigt nicht nur Momentaufnahmen der Gegenwartsliteratur“, sagt Herberhold. „Wir sind auch politisch engagiert.“ Die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“, der 30. Jahrestag des Mauerfalls und der 50. Jahrestag der ersten Landung von Menschen auf dem Mond sollen auf verschiedenen Veranstaltungen thematisiert werden.

Eine Auswahl der Veranstaltungen

Das Tageblatt stellt an dieser Stelle einige Veranstaltungen vor. Am ersten Tag des Literaturherbstes, dem 18. Oktober, wird es neben einem Empfang im Hotel Freigeist gleich fünf Veranstaltungen geben. Ob sich Ottonormalbürger vom Talent der Regisseurin und Schriftstellerin Doris Dörrie eine Scheibe abschneiden können, soll ab 19 Uhr im Alten Rathaus herausgefunden werden. Die Zuhörer sollen nicht nur zuhören, sondern selbst schreiben. Zwei Stunden später drückt Dörrie der jungen österreichischen Autorin Vea Kaiser die Klinke in die Hand. Die studierte Altphilologin liest aus ihrem Buch „Rückwärtswalzer“.

Fontane-Ausstellung in Uni-Bibliothek

Der große Theodor Fontane, einer der bedeutendsten Literaten des 19. Jahrhunderts, steht am Sonnabend, 19. Oktober, im Fokus einer Ausstellung, die um 15 Uhr im Foyer des Zentralgebäudes der Universitätsbibliothek eröffnet wird. Gezeigt werden Bilder aus der Mark Brandenburg und Auszüge aus Fontanes Notizbüchern. Die Göttinger Uni unterhält übrigens eine Fontane-Arbeitsstelle. Im Alten Rathaus ist an diesem Abend ab 19 Uhr der Amerikaner Stewart O’Nan zu Gast. Er liest in englischer Sprache aus „Henry persönlich“, die Geschichte eines älteren Ehepaares. Und um 21 Uhr liest der heute noch unbekannte, dann frisch gekürte Träger des Deutschen Buchpreises im Alten Rathaus.

Viele Promis im Deutschen Theater

Kein Geringerer als der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck kommt am Sonntag, 20. Oktober nach Göttingen. Er stellt im deutschen Theater ab 11.15 Uhr sein Buch „Toleranz: einfach schwer“ vor. Nicht minder prominent dürfte der Schauspieler Ulrich Tukur sein, der an diesem Tag ab 17 Uhr sein Buch „Der Ursprung der Welt“ vorstellt, ebenfalls im Deutschen Theater.

Um 20 Uhr wird an dieser Stätte der Liedermacher Wolf Biermann erwartet. Er hat den Erzählungsband „Barbara“ in der Tasche, in dem es um Künstler wie Hanns Eisler und Manfred Krug geht. Mit Biermann spricht Andreas Öhler, es liest Manuel Soubeyrand. Und das DT schließt an diesem Tag nicht die Pforten, bevor nicht der norwegische Schriftsteller Jostein Gaarder (Sofies Welt) mit der Journalistin Shelly Kupferberg über sein Buch „Genau richtig“ gesprochen hat. In deutscher Sprache gibt es eine zusammenfassende Übersetzung.

Fridays for Future“ in der Lokhalle

Mit Thomas de Maiziere kommt am Montag, 21. Oktober, der ehemalige Bundesinnenminister im Alten Rathaus ab 19 Uhr zu Wort. Auch er hat ein Buch geschrieben, „Regieren“ heißt es. Beim Problem Klimawandel hat die Politik versagt. So sehen das unter anderem die Mitstreiter von „Fridays for Future“. Ebenfalls am 21 . Oktober wird ihnen in der Lokhalle ein großes Podium gegeben. Mit dabei ist die Göttinger Studentin Luisa Neubauer. Thema: „Wir sind viele, wir sind laut“.

Dass die neue tschechische Literatur für viele Deutsche ein böhmisches Dorf ist, wollen die Macher des Literaturherbstes ändern. Deshalb haben sie für Dienstag, 22. Oktober, Petra Soukupova und Michal Ajvaz eingeladen und zwar in das Literarische Zentrum Göttingen, Beginn 19 Uhr. Auch hier wird es eine zusammenfassende Übersetzung geben.

Ilja Richter liest aus „Sonnenfinsternis“

Warum ihm die Klänge einer Laute gute Laune bereiten, erzählt der Musiker Axel Wolf am Mittwoch, 23. Oktober, ab 19 Uhr, im Archäologischen Institut der Uni Göttingen, Nikolausberger Weg 15. Im Alten Rathaus wird an diesem Tag ab 19 Uhr Ilja Richter aus „Sonnenfinsternis“ von Arthur Koestler lesen, es geht um die politische Verfolgung unter Stalin.

Über seinen Landsmann Erik Fosnes Hansen sagt Jostein Gaarder, dass er ein brillanter Autor ist. In „Ein Hummerleben“ entwirft er eine Idylle, die zunehmend Risse zeigt, zu erleben ab 21 Uhr im Alten Rathaus. Gesa Husemann warnt: Danach werde niemand mehr Hummer mögen. Was auch nicht schlimm sei.

Selbsternannte Strebermigrantin

Emilia Smechowski, selbst ernannte „Strebermigrantin“, kam einst von Polen nach Deutschland. Dann kehrte sie nach Polen zurück, empfindet die politische Situation dort aber als irritierend. Was ist dort seit 1989 passiert? Darüber redet sie am Donnerstag, 24. Oktober, ab 19 Uhr, mit dem Leiter der Abteilung Kultur im Auswärtigen Amt, Andreas Görgen und zwar in der Göttinger Galerie Supplement.

Am Freitag, 25. Oktober, treffen ab 18.30 Uhr im Alten Rathaus Christoph Hein und Szczepan Twardoch zusammen, zwei Stars der deutschen und polnischen Literaturszene.

Vorverkauf beginnt am 15. August

In Sibylle Lewitscharoffs neuestem Roman treibt der Protagonist körperlos am Himmel über Berlin. Er sieht schärfer denn je das Schöne und das Fürchterliche. Die Büchner-Preisträgerin geht den Grundfragen der Menschheit nach, dem Leben, dem Sterben; 21 Uhr, Altes Rathaus.

Wie breit und vielfältig der Göttinger Literaturherbst in Stadt und Region vernetzt ist, zeigt die große Zahl der nahezu 100 Partner, darunter allein 16 Buchhandlungen, die das Festival unterstützen. Von Belletristik über Sachbuch, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Kunst, Kritik, Einfache Sprache, Superstars und Debütanten, nationale wie internationale Größen der Literaturszene bietet der 28. Göttinger Literaturherbst einen vielfältigen Zugang für alle, die sich für Bücher und den offenen Dialog begeistern – davon sind die Organisatoren überzeugt.

„Das Programm spricht mich absolut an“  

Göttingens Kulturdezernentin Petra Broistedt sagt über diese Veranstaltung anerkennend: „Dieses vielfältige Programm spricht mich absolut an. Es wird gar nicht so leicht sein, aus dieser Fülle von Angeboten zu wählen. Ich freue mich, dass sich der Göttinger Literaturherbst zum bedeutendsten Literaturfestival in Norddeutschland entwickelt hat.“

Der Vorverkauf beginnt am 15. August. Tickets für die Veranstaltungen gibt es unter literaturherbst.com sowie bei allen an Reservix angeschlossenen Vorverkaufsstellen in Deutschland und auch in den Geschäftsstellen des Tageblatts in Göttingen, Weender Straße 44, Telefon: 0551 / 901-213 sowie in Duderstadt, Marktstraße 9, Telefon: 05527 / 94997-70.

Das Festivalbüro des Göttinger Literaturherbstes ist umgezogen. Tickets und Beratung zum Programm gibt es in der Göttinger Nikolaistraße 21.

Kurzvitas von Teilnehmern

Hans Georg Näder wurde am 4. September 1961 in Duderstadt geboren und ist seit 1990 geschäftsführender Gesellschafter der Otto-Bock-Firmengruppe. Das Unternehmen ist weltweit aufgestellt. Für sein Engagement hat er die Ehernbürgerwürde in Duderstadt verliehen bekommen.

Martin Wikelski: Ende 2007 wechselte Martin Wilewski als Direktor und wissenschaftliches Mitglied ans Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell. Seit 2016 ist er Honorarprofessor an der Universität Konstanz. 2016 wurde er mit dem Max-Planck-Forschungspreis ausgezeichnet.

Andre Herrmann ist Autor und Vorleser. Er konzipiert Comedy-Programme und schreibt für Bühne und TV, unter anderem für das Neo Magazin Royal im ZDF. Mit seinen Poetry Slams wurde er 2011 und 2012 Gewinner der Deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften.

Doris Dörrie, geboren in Hannover, studierte Theater und Schauspiel in Kalifornien und in New York, entschloss sich dann aber, lieber Regie zu führen. Parallel zu ihrer Filmarbeit veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher. Sie unterrichtet an der Filmhochschule München creative writing und gibt immer wieder Schreibworkshops.

Der Schriftsteller Karl-Heinz Ott wurde für sein Werk mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises im Jahr 1999. Er studierte Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft. Zuletzt erschienen seine Romane „Die Auferstehung“ (2015) und „Und jeden Morgen das Meer (2018).

Vea Kaiser ist eine österreichische Schriftstellerin. Mit ihrem Debütroman „Blasmusikpop oder wie die Wissenschaft in die Berge kam“ schaffte sie ihren Durchbruch. Ihr aktuellster Roman heißt „Rückwärtswalzer“. Außerdem ist sie Kolumnistin für die Wiener Tageszeitung „Kurier“.

Lorenz Kienzle studierte Fotografie in Rom und Berlin. Seit 1999 übernimmt er vor allem Aufträge als dokumentarischer Fotograf für Museen und Kulturinstitute. Seit 2006 fotografiert er für Richard Serra in den USA und Europa.

Gabriele Radecke ist Gründerin und Leiterin der Theodor Fontane Arbeitsstelle am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Göttingen. Die Literaturwissenschaftlerin übernimmt seit Juni 2011 die Gesamtleitung des DFG-Projekts „Hybrid-Edition von Theodor Fontanes Notizbüchern.

Lothar Müller ist Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in Berlin. Seit 2010 ist er Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2000 erhielt er den Alfred-Kerr-Preis, 2008 den Johann-Heinrich-Merck-Preis.

Stewart O´Nan ist ein amerikanischer Schriftsteller. Für seinen Erstlingsroman „Engel im Schnee“ erhielt er 1993 den William-Faulkner-Preis. Er veröffentlichte zahlreiche von der Kritik gefeierte Romane, darunter „Emily allein“ und „Die Chance“ und eroberte sich eine große Leserschaft.

Der aus Berlin stammende Schauspieler Andreas Hoppe ist den Krimi-Fans als Tatort-Kommissar Mario Kopper aus Ludwigshafen wohlbekannt. Als Autor schrieb er das Buch „Allein unter Gurken. Mein abenteuerlicher Versuch, mich regional zu ernähren“. Ansonsten hatte Hoppe Auftritte in der Lindenstraße oder dem Großstadtrevier.

Im Deutschen Bundestag arbeitete Thorsten Dambeck von 1994 bis 1998 als Referent für Energie- und Umweltpolitik. Für die Zeitschrift „bild der wissenschaft“ hat Dambeck inzwischen 40 Hauptbeiträge veröffentlicht. Zusammen mit seiner Frau Susanne verfasst er Kinderbücher für Astronomie.

Der erste Roman des französischen Schriftstellers Nicolas Mathieu trug den deutschen Titel „Den Tieren der Krieg“ und wurde für das Fernsehen adaptiert. Für den Roman „Wie später ihre Kinder“ erhielt Mathieu 2018 den Prix Gencourt.

Joachim Gauck war von 2012 bis 2017 der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Sein Nachfolger ist Frank-Walter Steinmeier. Zusammen mit Helga Hirsch veröffentlichte er 2019 das Buch „Toleranz: einfach schwer“.

Ulrich Tukur gilt als einer der renommiertesten Filmschauspieler seiner Generation in Deutschland. Im Oscar-preisgekrönten Film „Das Leben der Anderen“ verkörperte er die Rolle des Oberstleutnants der DDR-Staatssicherheit Anton Grubitz. Zuletzt war er im Film „Und wer nimmt den Hund?“ zu sehen.

Mit ihrem Erzählungsband „Seltsame Materie“ sorgte die deutschsprachige Ungarin Terezia Mora 1999 für Furore. Für den Roman „Alle Tage“ erhielt sie 2004 den Preis der Leipziger Buchmesse. Im Herbst 2013 folgte der Roman „Das Ungeheuer“, für den Mora den Deutschen Buchpreis verliehen bekam.

Wolf Biermann ist ein deutscher Liedermacher und Schriftsteller. Seine Gedichtbände zähen zu den meistverkauften der deutschen Nachkriegsliteratur. Biermann war einer der schärfsten Kritiker der SED und der DDR. Er wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet und bekam das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Felix Bohr arbeitet als Journalist beim Spiegel. Mit dem Titel „Die Kriegsverbrecherlobby. Bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter“ ist 2018 seine Doktorarbeit als Buch erschienen.

Johannes Krause promovierte 2008 im Fach Genetik an der Universität Leipzig. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die Analyse von alter bis sehr alter DNA mit Hilfe von DNA-Sequenzierung. Seit Juni 2014 ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte.

Der norwegische Schriftsteller Jostein Gaarder studierte Philosophie, evangelisch-lutherische Theologie und norwegische Literaturwissenschaft an der Universität Oslo. Er schreibt Romane und Kurzgeschichten mit zumeist philosophischen Hintergrund. 2004 wurde ihm der Willy-Brandt-Preis verliehen.

Thomas de Maiziere ist ein deutscher Politiker (CDU) und war von 2013 bis 2018 Bundesminister des Innern. Außerdem war er von 2011 bis 2013 Bundesminister der Verteidigung. Zuvor war er landespolitisch in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Seit 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Bruce Allen ist ein amerikanischer theoretischer Physiker. Er studierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und erhielt 1984 den Ph.D an der University of Cambridge bei Stephen Hawking. 2008 kam er nach Deutschland als Direktor und wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und Professor der Physik an der Leibniz Universität Hannover.

Christoph Huber und Stefan Dehler haben sich am Deutschen Theater Göttingen kennengelernt. Nach ihrem Ausstieg taten sie sich zusammen und gründeten die „Stilen Hunde“. Anfangs spezialisierten sie sich auf Kinder- und Jugendtheater, doch inzwischen konzipieren sie auch längst Stücke für Erwachsene.

Luisa-Marie Neubauer ist eine deutsche Klimaschutz-Aktivistin. In Deutschland ist sie eine der Hauptorganisatoren des von Greta Thunberg inspirierten Schulstreiks Fridays for Future. Im Wintersemester 2015/16 begann sie ein Studium der Geographie an der Universität Göttingen.

Pierre Jarawan gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Poetry Slammer. 2012 wurde er internationaler Meister im Poetry Slam. Sein Romandebüt „Am Ende bleiben die Zedern“ erschien 2016 und wurde ein internationaler Bestseller.

Der Schweizer Peter Stamm ist ein Verfasser von erzählender Prosa, Hörspielen und Theaterstücken. Ihn kennzeichnet seine distanzierte Erzählweise und sein einfacher Stil. Seine Erzählsammlung Blitzeis wurde von den renommierten Kritikern Marcel Reich-Ranicki und Helmut Karasek hervorgehoben.

Die Politikwissenschaftlerin und Publizistin Ulrike Beate Guerot ist Professorin für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems. Sie ist Gründerin des European Democracy Lab in Berlin und beschäftigt sich mit der Zukunft des europäischen Integrationsprozesses.

Sophie Passmann ist Autorin und Radiomoderatorin. Bekanntheit erlangte sie auch durch ihre Poetry Slams. Seit Januar 2018 ist sie Moderatorin beim Radiosender 1 Live. Im März 2019 erschien ihr zweites Buch „Alte weiße Männer. Ein Schlichtungsversuch“.

Maxim Leo ist ein französisch-deutscher Journalist, Drehbuchautor und Schriftsteller. Er schreibt Kolumnen für die Berliner Zeitung und Drehbücher für den Tatort. Für sein autobiographisches Buch „ Haltet euer Herz bereit“ wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet.

Frank Vorpahl ist Redakteur des Kulturmagazins Aspekte im ZDF. Seit über 20 Jahren reist er Georg Forster um die Welt nach. Er ist Kurautor der ersten gesamtdeutschen Georg-Forster Dauerausstellung in der UNESCO-Welterbstätte Schloss Wörlitz.

Isabel Bogdan ist eine deutsche Literaturübersetzerin, Schriftstellerin und Bloggerin. Sie studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokio. 2016 erschien ihr erster Roman „Der Pfau“, der auf der Shortlist zum Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels stand.

Petra Soukupova ist eine tschechische Schriftstellerin und Dramaturgin. Nach dem Abitur studierte sie Drehbuch an der Prager Akademie FAMU. Ihre Bücher wurden bisher ins Polnische, Italienische und Ungarische übersetzt.

Eric Mayer ist ein deutscher Fernsehjournalist, Moderator und Autor. Seit September 2008 moderiert er das Entdeckermagazin pur+ im KIKA. Außerdem ist er als Reporter für das auslandsjournal und die Frühlings- und Herbstshows des ZDF unterwegs.

Julia Fischer ist eine Geigerin und Pianistin. Mit ihrer Aufnahme von Bachs Konzerten erlangte sie große Beliebtheit. Zu den Orchestern, bei denen sie gastierte, gehörte unter anderem das New York Philharmonic Orchestra. 2016 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Herta Müller ist eine deutsche Schriftstellerin, die in Rumänien aufgewachsen ist. In ihren Werken thematisiert sie die Folgen der kommunistischen Diktatur in Rumänien. Im Jahr 2009 wurde Müller der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Peter Simonischek ist ein österreichischer Schauspieler. Seit 1999 ist er Ensemblemitglied des Burgtheaters, zu dessen Ehrenmitglied er 2019 per Staatsakt ernannt wurde. Für seine Werke bekam er zahlreiche Preise verliehen wie den Grimme-Preis oder die Platin-Romy für sein Lebenswerk.

Wer wann wo

Donnerstag, 17. Oktober, 19 Uhr: Hans Georg Näder (Osthalle Uniklinikum Göttingen)

Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr: Martin Wikelski (Paulinerkirche)

Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr: Andre Herrmann (Galerie Art Supplement)

Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr: Doris Dörrie (Altes Rathaus)

Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr: Karl-Heinz Ott (Kaisersaal, Bad Gandersheim)

Freitag, 18. Oktober, 21 Uhr: Vea Kaiser (Altes Rathaus)

Samstag, 19. Oktober, 15 Uhr: Lorenz Kienzle, Gabriele Radecke (Foyer des Zentralgebäudes der SUB)

Samstag, 19. Oktober, 19 Uhr: Lothar Müller (Auditorium)

Samstag, 19. Oktober, 19 Uhr: Stewart O´Nan (Altes Rathaus)

Samstag, 19. Oktober, 19 Uhr: Andreas Hoppe (Kloster Walkenried)

Samstag, 19. Oktober, 19 Uhr: Thorsten Dambeck (Paulinerkirche)

Samstag, 19. Oktober, 21 Uhr: Nicolas Mathieu (Hotel Freigeist Göttingen)

Samstag, 19. Oktober, 21 Uhr: Deutscher Buchpreisträger (Altes Rathaus)

Sonntag, 20. Oktober, 11.15 Uhr: Joachim Gauck (Deutsches Theater)

Sonntag, 20. Oktober, 17 Uhr: Ulrich Tukur (Deutsches Theater)

Sonntag, 20. Oktober, 19 Uhr: Terezia Mora (Junges Theater)

Sonntag, 20. Oktober, 19 Uhr: Wolf Biermann (Deutsches Theater)

Sonntag, 20. Oktober, 19 Uhr: Felix Bohr (Alte Mensa)

Sonntag, 20. Oktober, 19 Uhr: Johannes Krause (Pauinerkirche)

Sonntag, 20. Oktober, 21 Uhr: Jostein Gaarder (Deutsches Theater)

Montag, 21. Oktober, 19 Uhr: Thomas de Maiziere (Altes Rathaus)

Montag, 21. Oktober, 19 Uhr: Bruce Allen (Paulinerkirche)

Montag, 21. Oktober, 19 Uhr: Stille Hunde (Stadtbibliothek Göttingen)

Montag, 21. Oktober, 19 Uhr: Luisa Neubauer, Mareike Nieberding, Thea Dorn, Wolfgang Gründinger (Lokhalle)

Montag, 21. Oktober, 19 Uhr: Pierre Jarawan (Corvinuskirche)

Montag, 21. Oktober, 19 Uhr: Peter Stamm (Rathaus Uslar)

Montag, 21. Oktober, 21 Uhr: Ulrike Guerot (Altes Rathaus)

Montag, 21. Oktober, 21 Uhr: Sophie Passmann (Lokhalle)

Dienstag, 22. Oktober, 19 Uhr: Maxim Leo (Altes Rathaus)

Dienstag, 22. Oktober, 19 Uhr: Frank Vorpahl (Paulinerkirche)

Dienstag, 22. Oktober, 19 Uhr: Isabel Bogdan (Coworking by pro office)

Dienstag, 22. Oktober, 19 Uhr: Petra Soukupova, Michal Ajvaz (Literarisches Zentrum)

Dienstag, 22. Oktober, 19 Uhr: Peter Prange (Rathaus Duderstadt)

Dienstag, 22. Oktober, 21 Uhr: Daniela Münkel, Roland Jahn, Martin Stief (Paulinerkirche)

Dienstag, 22. Oktober, 21 Uhr: Hendrik Otremba (StartRaum)

Dienstag, 22. Oktober, 21 Uhr: Nell Zink (Altes Rathaus)

Mittwoch, 23. Oktober, 10 Uhr: Eric Mayer (Junges Theater)

Mittwoch, 23. Oktober, 12 Uhr: Stille Hunde (VHS in Geismar)

Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr: Axel Wolf, Harald Eggebrecht (Gipsabgusssammlung)

Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr: Ilja Richter (Altes Rathaus)

Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr: Julia Fischer, Katja Liebal (Paulinerkirche)

Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr: Nina Kunzendorf, B. Sadler (Stadthalle Northeim)

Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr: Max Czollek, H. Yaghoobifarah (musa)

Mittwoch, 23. Oktober, 19 Uhr: Isabel Bogdan (Evangelisch-reformierte Kirche Hann-Münden)

Mittwoch, 23. Oktober, 21 Uhr: Jens Balzer, Kathy Meßmer (apex)

Mittwoch, 23. Oktober, 21 Uhr: Erik Fosnes Hansen ( Altes Rathaus)

Donnerstag, 24. Oktober, 19 Uhr: Mesale Tolu (Altes Rathaus)

Donnerstag, 24. Oktober, 19 Uhr: Gabriele Radecke, Sonja Beißwenger (Theater im OP)

Donnerstag, 24. Oktober, 19 Uhr: Emilia Smechowski (Galerie Art Supplement)

Donnerstag, 24. Oktober, 19 Uhr: Gregor Sander (Grenzlandmuseum Eichsfeld)

Donnerstag, 24. Oktober, 19 Uhr: Stille Hunde (Stadtbibliothek Osterode)

Donnerstag, 24. Oktober, 21 Uhr: Frank Goosen (Altes Rathaus)

Freitag, 25. Oktober, 12 Uhr: Luisa Neubauer (IGS Bovenden)

Freitag, 25. Oktober, 18.30 Uhr: Christoph Hein Szczepan Twardoch (Altes Rathaus)

Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr: Sabine Hossenfelder (Paulinerkirche)

Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr: Iwan-Michelangelo Dáprile (Literarisches Zentrum)

Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr: Michael Köhlmeier, Konrad-Paul Liessmann (St. Nikolai Kirche)

Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr: Ulrich Woelk (Muthaus Hardegsen)

Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr: Rufus Beck, Göttinger Symphonie Orchester (PS Halle Einbeck)

Freitag, 25. Oktober, 20 Uhr: Juston Buße (Nörgelbuff)

Freitag, 25. Oktober, 21 Uhr: Andrew Ridker (Literarisches Zentrum)

Freitag, 25. Oktober, 21 Uhr: Steffen Möller (Altes Rathaus)

Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr: Rainer Moritz, Annemarie Stoltenberg (Altes Rathaus)

Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr: Annekathrin Kohout, Sibel Schick (Galerie Alte Feuerwache)

Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr: Eva Illouz (Paulinerkirche)

Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr: Berthold Vogel (Alte Mensa)

Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr: Roland Reuß, Peter Staengle, Thedel von Wallmoden (Hotel Freigeist Göttingen)

Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr: Margarete von Schwarzkopf (Buchhandlung Moller, Bad Lauterberg)

Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr: Gert Heidenreich, Thomas Kraft, Steven Lichtenwimmer, Laura Wachter (Kultur im Esel, Einbeck-Sülbeck)

Samstag, 26. Oktober, 19 Uhr: Sonja Rohrmann (Osthalle Uniklinikum Göttingen)

Samstag, 26. Oktober, 21 Uhr: Sibylle Lewitscharoff (Altes Rathaus)

Sonntag, 27. Oktober, 11.15 Uhr: Oskar Negt, Gerhard Steidl (Deutsches Theater 2)

Sonntag, 27. Oktober, 15 Uhr: Rufus Beck, Göttinger Symphonieorchester (Deutsches Theater)

Sonntag, 27. Oktober, 19 Uhr: Herta Müller (Deutsches Theater)

Sonntag, 27. Oktober, 19 Uhr: Max Goldt (Theater der Nacht, Northeim)

Sonntag, 27. Oktober, 19 Uhr: Johannes Frasnelli (Paulinerkirche)

Sonntag, 27. Oktober, 21 Uhr: Peter Simonischek, Michael König (Deutsches Theater)

Montag, 28. Oktober, 19 Uhr: Andreas Dresen (Zentrales Hörsaalgebäude 011)

Von Ulrich Meinhard

Stadttauben sind verwilderte Haustiere, die auf die Hilfe von Menschen angewiesen sind. Der Göttinger Verein „Stadttauben“ ist auf der Suche nach Helfern zur Versorgung der verletzten Tiere.

12.09.2019

„Weil es unsere Zukunft ist!“: Unter diesem Titel stellen sich die vier Göttinger Bundestagsabgeordneten am 21. August den Fragen und Forderungen der Ortsgruppe von „Fridays for Future“.

15.08.2019

Die Private Hochschule Göttingen (PFH) hat am 1. August den Wettbewerb „Kulturideengeber“ gestartet. Innerhalb von 30 Tagen können die fünf beteiligten Teams Bürger für ihre Ideen begeistern.

14.08.2019