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Göttingen Göttinger Marktumfrage zur Videoüberwachung im öffentlichen Raum
Die Region Göttingen Göttinger Marktumfrage zur Videoüberwachung im öffentlichen Raum
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07:59 30.12.2016
Von Christoph Höland
Leonard Domeier
Quelle: Fotos: r
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Göttingen

 

"Ja, ich glaube das ist notwendig", sagt Abdul Gadusch. "Es schadet ja niemanden", führt der aus Libyen stammende Amerikaner auf Europa-Trip aus. "Es sind dunkle Zeiten", fügt er angesichts von Terrorgefahr und Kriminalität hinzu.

Grundsätzlich mehr Videokameras auf öffentlichen Plätzen zu installieren, kann sich auch Leonard Domeier schon vorstellen. "Aber es verhindert ja auch nichts", sagt der junge Mann. Denn "es hilft zur Aufklärung, aber wenn jemand wirklich etwas vorhat, dann stoppt man ihn damit nicht".

Ähnlich sieht es auch Hannah Lönneker: "Würde es Straftaten verhindern, wäre ich für mehr Videoüberwachung." Selbst hat sie damit im Ausland schlechte Erfahrungen gemacht. Zwar habe es dort überall Kameras gegeben, aber nicht dort, wo ihr Fahrrad geklaut wurde. Deshalb sei es ärgerlich, wenn Straftäter trotz intensiver Überwachung nicht gefasst würden.

"Es kommt darauf an, wie Videoüberwachung praktiziert wird", findet Hans Schwarz. Der Rentner meint damit vor allem die Frage, wie lange Aufnahmen gespeichert werden. Allerdings sagt er auch: "Der, der sich an soziale Regeln hält, braucht nichts zu befürchten."

"Ich finde nicht, dass es noch mehr Kameras braucht", sagt Marlen Grischke. Dass es in Göttingen relativ wenig Kameraüberwachung gibt, löse bei ihr "überhaupt kein Unsicherheitsgefühl" aus. Die regelmäßigen Polizeistreifen auf dem Weihnachtsmarkt tragen ihr zufolge mehr zur gefühlten Sicherheit bei.

Das sieht Isabell Meier ganz anders und erinnert sich an einen Aufenthalt in London - der europäischen Stadt mit der höchsten Kameradichte im öffentlichen Raum. "Ich fühlte mich unwohl. Sobald man aus der Haustür tritt, wird jeder Schritt überwacht." Sie gibt deshalb zu bedenken: "Freiheit stirbt mit Sicherheit."