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Göttingen Thema der Sonderausstellung: „Verkehrserziehung damals“
Die Region Göttingen Thema der Sonderausstellung: „Verkehrserziehung damals“
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19:00 25.04.2019
Zu sehen sein werden in der Sonderausstellung unter anderem alte Verkehrs- und Lernunterlagen. Quelle: r
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Weende

Der nach dem Krieg stetig anwachsende Straßenverkehr mit den Folgen (Verkehrstote 1970 über 21000) machte verschiedene Maßnahmen wie zum Beispiel Ausbildung, Gurtpflicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Promillegrenze notwendig und in der Folge sanken die Verkehrstoten (2018 etwa 3200).

„Bereits in den 20er-Jahren wurde eine Verkehrserziehung in den Schulen gefordert“, berichten die Modellbörsen-Organisatoren um Cornelia Schmidt. Das Risiko, das vom Straßenverkehr ausging, habe sich bis in die 90er-Jahre auf den direkten Kontakt mit Fahrzeugen beschränkt, die Langzeitwirkungen seien dagegen eher unbedeutend gewesen.

Verkehrsgarten auf dem Schulhof

In nahezu jeder Schule gab es seinerzeit eine Art Verkehrsgarten, das waren auf den Schulhof aufgemalte Straßen, auf denen die Schüler mit Kettcar, Roller oder Fahrrad den Straßenverkehr spielerisch nachstellten, einen „Polizei- oder Verkehrskasper“, Straßenpläne mit aufgedruckten Verkehrszeichen und Spielzeugautos sowie für unterwegs oder zu Hause Verkehrswürfelspiele und Verkehrsquartette. „Kaum vorstellbar, dass es vom 1. Oktober 1934 bis 7. Mai 1939 in Deutschland grundsätzlich keine Geschwindigkeitsgrenzen gab“, sagt Schmidt.

Damals stellte die Spielzeugfirma Tipp & Co., kurz Tippco oder TCO, ein Blechmodell des sogenannten „Autobahnkurier" her. Das Original basiert auf dem legendären Mercedes 540 K und „fuhr damals sagenhafte 170 km/h“. Das Modell war wie das Original aerodynamisch gestaltet und sah schon im Stand mit den verkleideten Hinterrädern unter heutiger Sicht „verdammt schnell“ aus, so Schmidt.

Nur acht Modelle vom Original

Von diesem Original soll es insgesamt nur acht Modelle (500K + 540K) gegeben haben, wovon lediglich ein Fahrzeug noch bekannt ist. Vom etwa 35 cm langen Blechmodell dürften ähnlich wenige erhalten sein. Eins dieser raren und sehr wertvollen Blechmodelle von Tippco wird am 28. April zu sehen sein, kündigt Schmidt an.

Der Eintritt zur Börse kostet 4 Euro (ab 14 Jahren), der Eintritt für die Sonderausstellung ist frei.

Von Nora Garben / R

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