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Göttingen Göttinger Polizei verweist pöbelnde Neonazis der Stadt
Die Region Göttingen Göttinger Polizei verweist pöbelnde Neonazis der Stadt
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11:15 29.04.2014
Von Jürgen Gückel
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Die stark alkoholisierten Mitglieder der Gruppe sollen am Sonnabend gegen 23.50 Uhr am Albaniplatz einen Radfahrer mit einer Flasche beworfen, allerdings verfehlt haben.

Der Angegriffene war zudem angepöbelt worden. Er rief die Polizei. Noch während der Personalienaufnahmen, so die Polizei, sei eine andere Gruppe schwarz gekleideter Personen hinzu gekommen – mutmaßlich Mitglieder der linken Szene. Man habe ein Aufeinandertreffen  beider Gruppen durch konsequentes Einschreiten verhindert.

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Die Antifaschistische Linke International (Ali) spricht im Zusammenhang mit den Vorkommnissen von „wiederholten Provokationen durch Neonazis“. Und sie beklagt in einer Presseerklärung: „Während die Polizei den bekannten Neonazis freies Geleit gewährt“ habe, hätten die Beamten dafür gesorgt, „dass sich die Antifaschisten nicht in der Stadt bewegen konnten“.

Hakenkreuz-Schmierereien

Die Polizei beschreibt den Sachverhalt anders: Die mutmaßlichen „Straftäter rechts“ hätten einen Platzverweis für das Stadtgebiet erhalten. Ihre Fahrzeuge seien zur Durchsetzung des Verbots bis aus dem Stadtgebiet begleitet worden.

In ihrer Mitteilung beklagt die Ali auch, die Polizei habe einen Zusammenhang mit Neonazi-Schmierereien in Form von Hakenkreuzen und der Festnahme von drei Graffiti-Sprayern am vergangenen Donnerstag absichtlich verschwiegen.

Tatsächlich, so die Auskunft der Polizei, sei von Hakenkreuz-Schmierereien im Bereich der Breslauer Straße, wie die Ali behauptet, bisher nichts bekannt. Den drei Tatverdächtigen sei eine Vielzahl von Schmierereien zugeordnet worden, darunter aber keine politisch motivierten Zeichen. Sie seien auch staatsschutzpolizeilich bisher nicht in Erscheinung getreten.