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Göttingen Göttinger Radiologin Dorit von Heyden geht in Ruhestand
Die Region Göttingen Göttinger Radiologin Dorit von Heyden geht in Ruhestand
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07:56 28.08.2015
Dr. Dorit von Heyden, Fachärztin für Radiologie aus dem Brustzentrum am Göttinger Bahnhof, geht zum 1. September in den Ruhestand.
Dr. Dorit von Heyden, Fachärztin für Radiologie aus dem Brustzentrum am Göttinger Bahnhof, geht zum 1. September in den Ruhestand. Quelle: Heller
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Göttingen

In ihrer jahrzehntelangen Laufbahn hat sie zahlreiche Frauen in der Früherkennung, bei unklaren Befunden und in der Überwachung nach Brustkrebs betreut.

Die gebürtige Mecklenburgerin kam mit ihrer Familie nach dem Krieg nach Hamburg. Studium und Ausbildung führten sie nach Freiburg, München, Wien und Innsbruck. Durch ein Stipendium verbrachte sie eineinhalb Jahre in den USA.

Nachdem sie drei Töchter zur Welt gebracht hatte, begann ihre Tätigkeit in der Radiologie der Göttinger Uni-Klinik, wo sie bis 2003 die Brustsprechstunde leitete.

In den Ruhestand wollte sie danach noch nicht gehen, sondern wurde im Brustzentrum tätig. Wenn sie an ihre berufliche Laufbahn zurückdenkt, erinnert sie sich besonders an ihre Anfänge in der Uni-Klinik. „Damals durften wir erstmalig das neue MRT-Verfahren ausprobieren. Das war eine aufregende Zeit“, schwärmt von Heyden. Vor allem aber auch die Jahre im Brustzentrum hat sie sehr genossen.

„Wir sind hier wie eine große Familie. Viele Patienten kannte ich schon aus meiner Zeit in der Uni-Klinik. Da entsteht natürlich Vertrauen“, erzählt sie. „Es war mir immer wichtig mit meinen Patienten auch über Dinge zu sprechen, die über das Berufliche hinausgehen.“

Seit 1985 lebt Dorit von Heyden mit ihrer Familie in Einbeck. „Ich bin einfach kein Großstädter“ sagt sie. Nun soll Zeit sein, um sich intensiver den Hobbys, wie Literatur und Kunstgeschichte, zu widmen. „Außerdem gehen mein Mann und ich leidenschaftlich gerne in die Oper oder besuchen Konzerte“, erzählt sie.

Auch im Ruhestand wird sie in Göttingen weiter aktiv sein. „Ich engagiere mich im Inner Wheel Club, einem Zusammenschluss von Frauen, die sich für Unterstützungsbedürftige einsetzen“, erklärt von Heyden.

Die Radiologin möchte ihren Ruhestand jetzt mit ihrer Familie genießen. „Zuhause warten sechs Enkelkinder schon lange darauf, dass ihre Oma mehr Zeit für sie hat“, sagt sie lachend. Außerdem möchte sie noch viel reisen. „Mein Mann und ich haben schon fast die gesamte Seidenstraße bereist. Das letzte Stück nach Usbekistan, was uns noch fehlt, wollen wir jetzt nachholen.“ 

Von Sebastian von Hacht