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Göttingen Göttinger SPD kämpft um Zwergenschulen und neue Gesamtschulen
Die Region Göttingen Göttinger SPD kämpft um Zwergenschulen und neue Gesamtschulen
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09:00 16.04.2019
In Gieboldehausen gibt es eine Gesamtschule, in anderen regionen des landkreises Göttingen fehlt so ein Angebot. . Quelle: Swen Prörtner
Hann. Münden / Duderstadt

Die SPD im Kreis Göttingen will kleine Schulen im ländlichen Raum stärken. Auch für kleinere Gesamtschulen will sie die rechtlichen Hürden senken.

Es ist ein klares Bekenntnis für dezentrale Schulstandorte in der Region und eine klare Aussage in Richtung Eltern, die ihre Kinder an eine weiterführende Gesamtschule schicken möchten – aber möglichst ortsnah. Einstimmig haben die Delegierten der SPD im Unterbezirk Göttingen während eines Parteitages ein entsprechendes Positionspapier beschlossen. Der Titel: „Schulstandorte stärken, hochwertige Schulangebote sichern.“

Die Zukunft der Schulen im Kreis Göttingen ist in Teilen politisch umstritten, auch wenn der Landkreis Göttingen im vergangenen Jahr mehrheitlich einen Schulentwicklungsplan bis 2022 beschlossen hat. Einer der Knackpunkte. Elternverbände und einige Parteien fordern neue Gesamtschulen auch in ländlichen Räumen. Bisher gibt es außerhalb der Stadt Göttingen nur in Bovenden und Gieboldehausen staatliche Gesamtschulen. Vorstöße für Hann. Münden, Duderstadt und den Harzrandbereich scheiterten an den Landesvorgaben. Danach werden neue Gesamtschulen nur genehmigt, wenn es eine bestimmte Schülerzahl für mindestens vier Klassen in jedem Jahrgang gibt.

Gesamtschulen schon ab drei Zügen

Das wollen die Göttinger Sozialdemokraten ändern. Ihre Forderung an die Landesregierung: Gesamtschulen sollten schon ab drei Zügen pro Jahrgang genehmigt werden. Damit werde unter anderem verhindert, dass Schüler in andere Regionen abwandern. Dieser Punkt dürfte sich besonders auf Hann. Münden beziehen. Seit Jahren besuchen viele Schüler aus dieser Region Gesamtschulen im nahen Hessen, weil es in Hann. Münden (oder Dransfeld) keine entsprechende Schule gibt. Elternbefragungen hatten bisher nicht genügend potenzielle Anmeldungen für eine neue (genehmigungsfähige) Gesamtschule mit mindestens vier Zügen ergeben.

Ähnliches gilt für Duderstadt. Dort gibt es zwar die katholische Gesamtschule St. Ursula, die Kirche hat allerdings angekündigt, die Schule zu schließen, weil es zu wenig Schüler gibt.

Der Antrag zum Unterbezirksparteitag der SPD geht aber noch darüber hinaus: Generell soll sich die Kreistagsfraktion dafür einsetzen, bestehende Schulstandorte außerhalb der Kernstadt zu erhalten. Das bezieht sich sowohl auf kommunale Grundschulen wie auf weiterführenden Schulen in Trägerschaft des Landkreises. Laut Begründung haben auch kleine Schulen im ländlichen Raum „eine infrastrukturelle und sozialstrukturelle Funktion“.

Sorge um IGS Bovenden und Zwergenschulen

Dahinter verbirgt sich zum einen die Sorge um die Integrierte Gesamtschule (IGS) Bovenden in Konkurrenz zu den Göttinger Gesamtschulen. Zum anderen gibt es in einigen Dörfern im Landkreis Grundschulen so wenigen Anmeldungen, dass dort Jahrgänge in einer Klasse zusammengelegt werden müssen und immer wieder ihre Schließung droht.

Vor diesem Hintergrund soll sich die SPD-Landtagsfraktion auch für „alternative Maßnahmen zur Sicherung der Qualität“ der Schulstandorte einsetzen. Dazu könnten geringere Mindestanforderungen zur Schulorganisation (Einzugsbereiche und Außenstellen) sowie zur Klassengröße gehören. us

Von Ulrich Schubert

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