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Göttingen Diese Siebtklässler aus Göttingen gehören zu den besten Mathe-Schülern Deutschlands
Die Region Göttingen Diese Siebtklässler aus Göttingen gehören zu den besten Mathe-Schülern Deutschlands
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12:45 26.01.2019
Die Klasse 7e1 des Max-Planck-Gymnasiums in Göttingen hat beim Wettbewerb "Mathe im Advent" den Hauptpreis gewonnen und durfte zur Preisverleihung nach Berlin fahren. Quelle: r
Göttingen

Als beste aller teilnehmenden siebten bis neunten Klassen haben die Schüler der Klasse 7e1 des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums (MPG) den Wettbewerb „Mathe im Advent“ gewonnen. Die 29 Mädchen und Jungen sowie ihre Klassenlehrer Martin Butzlaff und Kerstin Bruns sind zwei Tage nach Berlin gereist, um am Freitag an der Preisverleihung teilzunehmen.

„Eine ganz tolle Klasse“

Klassenlehrer Butzlaff ist stolz auf die MPG-Schüler. „Sie haben eine sehr gute Leistung gezeigt“, sagt er. „Es ist eine ganz tolle Klasse“, denn während des zweitägigen Berlin-Aufenthaltes habe es überhaupt keine Probleme gegeben. Auf dem Hauptstadt-Programm standen außer der Preisverleihung auch Sightseeing, etwa im Reichstag, und gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Schwarzlichtminigolf.

Sie haben den Hauptpreis im Klassenwettstreit gewonnen: Schüler des Max-Planck-Gymnasiums haben die Preisverleihung in Berlin auch für Sightseeing genutzt.

„Mathe im Advent“ ist eine Aktion der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV), mit der Schüler der Jahrgangsstufen vier bis sechs und sieben bis neun für Mathematik begeistert werden sollen. Dazu gibt es je nach Klassenstufe einen angepassten digitalen Adventskalender, bei dem die Schüler in einem Wettbewerb Aufgaben lösen müssen. Die Schüler treten dabei entweder als Einzelspieler oder aber im Klassenverband an, um die täglichen Aufgaben zu lösen.

Gemeinsam nach Lösungen gesucht

Die Göttinger Siebtklässler hätten im Dezember gemeinsam nach der richtigen Lösung der täglichen „Mathe im Advent“-Aufgaben gesucht, berichtet Butzlaff – im Mathe-Unterricht und während der Hausaufgaben-Stunden. Sie hätten über die Aufgaben diskutiert und gemeinsam nach der richtigen Lösung gesucht. Und das sogar in den letzten Tagen des Wettbewerbs, als bereits Schulferien waren, freut sich der Mathe-Lehrer über das Engagement der 7e1. Seine Klasse habe übrigens schon zweimal am Wettbewerb „Mathe im Advent“ teilgenommen und durfte sich vor zwei Jahren schon „beste Klasse in Niedersachsen“ nennen.

„Mathe macht wirklich Spaß“

Die Aufgaben werfen einen „kreativen, vom Schulunterricht abweichenden Blick auf die Mathematik“, heißt es auf der Internetseite mathe-im-advent.de. „Jedes Jahr geben unsere Aufgabengeschichten rund um das Weihnachtswichteldorf spannende Einblicke in die Mathematik sowie angrenzende Disziplinen“, betonen die Organisatoren der gemeinnützigen Gesellschaft Mathe im Leben, die seit 2016 den Wettbewerb betreut. Das Motto: „Mathe macht wirklich Spaß!“

Butzlaff lobt das Konzept des Wettbewerbs. Die Aufgaben würden so „eingebunden“, dass die Schüler gar nicht merkten, welche Mathematik dahinter steckt. „Die Aufgaben waren immer sehr kreativ gestellt“, bestätigt Titus Moog. Der zwölfjährige MPG-Schüler sagt, dass Mathe zwar nicht sein Lieblingsfach sei, das gemeinsame Tüfteln über die richtige Lösung im Wettbewerb aber sehr viel Spaß gemacht habe. Seine Klassenkameradin Mia Schäufele bestätigt das. Besonders knifflig sei die Aufgabe mit den Rentieren gewesen, bei der logisches Kombinieren gefragt war.

Film über den Wettbewerb

Bei dem „bunten und kniffeligen Aufgabenmix“ hinter den 24 Türchen habe sich gezeigt, so heißt es von Seite der Wettbewerbsorganisatoren, „wie Mathe bei Alltagsproblemen helfen kann und dass es nicht nur ums Rechnen, sondern auch ums logische Denken geht“. Gefragt waren beispielsweise der kürzeste Weg um den Zuckerhut im erzgebirgischen Rüodeschanerow sowie Hilfe beim Bau eines dreidimensionalen Hauses vom Nikolaus oder bei der Zeitplanung für die Vorbereitungen einer großen Party.

Preisverleihung in Berlin

Am Ende erwarteten die Sieger am Freitag, im Audimax an der Technischen Universität Berlin Applaus und Preise – von Büchern über Elektronik-Gutscheine und Experimentier-Sets bis hin zu Skateboards und Tablets. Prämiert wurden außer Einzelpersonen auch die besten Klassen, die beste Schule und die engagierteste Schule. Weitere Preise wurden für die Gewinner der verschiedenen Schulformen vergeben. Mehr als 600 Schüler, Eltern und Lehrkräfte waren in Berlin dabei, als die 17 Klassen-, sechs Schul- und mehr als 30 Einzel-Preise und Urkunden vergeben und hunderte Gewinner gekürt wurden.

Kurzer Moment der Verunsicherung

Für die Göttinger Gewinner gab es dabei noch einen Moment der Verunsicherung, denn nachdem bereits alle dritten, zweiten und ersten Preise verliehen waren, hatte man sie noch immer nicht aufgerufen. „Wir waren kurz überrascht, dass wir nicht dabei waren“, berichtet Titus. Doch die Befürchtung, dass sie vorab vielleicht nur versehentlich über ihren Gewinn informiert worden waren, klärte sich dann schnell auf. Die Klasse 7e1 des MPG wurden nämlich mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Damit seien sie die besten von allen Gewinnern der Jahrgangsstufen sieben bis neun. Und so fällt auch Mias Fazit vom Wettbewerb und der Berlin-Fahrt positiv aus: „Das war ein tolles Erlebnis und hat Spaß gemacht.“

Das Rahmenprogramm der Preisverleihung gestalteten der Mathe-Slammer Leon Sering vom Berliner Exzellenzcluster MATH+, die Skateboard-Meister Jonathan Scholz und Janko Lehmann vom JES-Team sowie das österreichische Duo Mira & Adam.

Dritter Preis für Mathezirkel am Hainberg-Gymnasium

Einen dritten Preis im Klassenspiel belegte beim Wettbewerb übrigens der Mathezirkel der Jahrgangsstufen sieben bis neun des Göttinger Hainberg-Gymnasiums. Damit waren Vertreter von gleich zwei Göttinger Schulen bei der Preisverleihung in Berlin.

Zahlen zum Wettbewerb

Beim Wettbewerb „Mathe im Advent“ 2018 lag die Teilnehmerzahl bei insgesamt 124696, darunter 114751 Schüler. Mehr als die Hälfte – fast 52 Prozent – waren nach Angaben von Wettbewerbs-Sprecherin Amélie Baasner Mädchen. Von den Schülern haben sich 50294 im Klassenspiel beteiligt. Mitgemacht haben 6501 Schulen der verschiedensten Schulformen – vom Gymnasium (70 Prozent) über Grundschulen (12,5 Prozent), Sekundarschulen (7,5 Prozent) und Gesamtschulen (7 Prozent) bis hin zu Internationalen Schulen (1,7), Schulen in Freier Trägerschaft (0,6) und Förderschulen (0,2). Den Hauptpreis im Kalender der Jahrgangsstufen vier bis sechs hat eine Klasse einer Förderschule (sozio-emotional) gewonnen. Eine weitere Besonderheit war den Organisatoren zufolge beim Wettbewerb 2018 auch, dass fast doppelt so viele Grundschüler der zweiten und dritten Klasse als im Vorjahr teilgenommen haben.

Von Britta Eichner-Ramm

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