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Göttingen Göttinger Serviceclubs spenden für Selbstverteidigung von Frauen
Die Region Göttingen Göttinger Serviceclubs spenden für Selbstverteidigung von Frauen
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18:52 05.09.2019
Freuen sich über die zusammengekommene Summe: Sarah Koch (Frauenhaus Göttingen), Katharina Quirmbach, Hella Hoene und Claudia Burghardt (Zonta Göttingen), Claudia Meise (Frauen-Notruf Göttingen) sowie Sabine Leib (SI Göttingen) (v.li.) Quelle: R
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Göttingen

Der Göttinger Service-Club Zonta hat im Frühjahr wieder erfolgreich seinen Second-Hand-Kleidermarkt für den guten Zweck im Gemeindesaal der St.-Albani-Kirche veranstaltet. Erstmalig war der Frauen-Club Soroptimist dabei, der gebrauchte Handtaschen anbot. Gemeinsam nahmen die beiden Serviceclubs, in denen sich eigenen Angaben zufolge über 100000 berufstätige Frauen ehrenamtlich für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen engagieren, mit ihrer Benefiz-Aktion 5000 Euro ein. Das Geld spendeten sie nun an die Frauenorganisationen Frauenhaus Göttingen und den Frauen-Notruf Göttingen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Clubs.

Göttinger Frauenhaus existiert seit 1980

Frauenhäuser in Deutschland geben von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern einen vorübergehend sicheren Zufluchtsort. Das Göttinger Frauenhaus gibt es seit 1980. Hier finden 10 Frauen und ihren Kindern einen geschützten Raum. Jährlich kümmert sich die Einrichtung um etwa 100 Frauen und ebenso viele Kinder. Die Betroffenen erhalten Alltagsunterstützung, psychosoziale Beratung und Krisenintervention und es gibt interkulturelle Gruppenangebote. Zudem leistet das Frauenhaus Vernetzungs- und Präventionsarbeit. Das Geld soll unter anderem dafür genutzt werden, Frauen mit Migrationshintergrund für die Betreuungs- und Beratungsgespräche einen Dolmetscher an die Seite zu stellen.

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Proaktive Aufklärungsarbeit

Auch das Angebot des Frauen-Notrufs richtet sich an Frauen in akuten Gewaltsituationen. Der Beratungsbedarf habe insbesondere durch die wachsende Zuwanderung von Flüchtlingen zugenommen. Deshalb sei vor allem in Flüchtlingsunterkünften proaktive Aufklärungsarbeit zu leisten, heißt es in dem Schreiben weiter. Der Frauen-Notruf hat im vergangenen Jahr begonnen, Selbstverteidigungskurse für betroffene Frauen anzubieten. Um das Angebot auch in Zukunft vorhalten zu können, würden dringend Spendengelder benötigt. Deshalb soll der Erlös aus dem Kleider- und Taschenverkaufhier dort zum Einsatz kommen.

Von Pascal Wienecke

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