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00:23 10.04.2018
Die Göttinger Hörspiel-Kinder nehmen Titelsong für die Reihe „Die Göttinger Sieben“ auf. Quelle: Madita Eggers
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Göttingen

„Wir hatten von Anfang an die Idee, einen gesungenen Titelsong zu produzieren, wie man ihn aus der Kinder-Krimi-Szene kennt. Wir haben die Kinder gefragt, ob sie Lust haben mitzusingen, das hatten sie, und jetzt sind wir hier“, sagte Produzent Sven Schreivogel, der das Hörspiel-Projekt „Göttinger Sieben“ ins Leben rief.

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Mit dabei waren die Sprecher der Hauptrollen: Julian-Mark Schmid, Tim Asch, Lisa Thiel und Adele Löser sowie Yona Sophie Kallenberg, die als einzige für eine Nebenrolle gecastet wurde: „Sie hat Hauptrollenpotenzial, aber ihre Stimme ist einfach schon zu reif“, erklärte Schreivogel.

Nach einem ersten Anhören des Songs probten die Kinder zunächst zusammen mit Mehner und seiner Assistentin Christine Maaß-Reinecke, bevor es mit den Einzelaufnahmen weiter ging. Mit Kopfhörern und ihren Textblättern standen sie hoch konzentriert vor dem verstellbaren Mikrofon. Dyba gab den Hörspielanfängern Tipps, wie beispielsweise die Füße fest und hüftbreit auf den Boden zu stellen: „Nur wer fest steht, singt auch mit fester Stimme.“ Die Jungschauspieler brauchten nur wenige Anläufe, bis ihr Part im Kasten war. Später schnitt Dyba alle Tonspuren übereinander und erschuf so einen „Chor“.

Geschrieben wurde der Song von Musiker Mehner, dessen Tochter Jana das Lied singt: „Sie hat eine positive, frische Stimme, die eine Power vermittelt, die gut zu den Kindern passt“, so Mehner. Aus einer spontanen Laune heraus habe er nur vier bis fünf Stunden fürs Schreiben und Komponieren gebraucht. Dabei waren dem Komponist kindgerechte, kurze Sätze, die schnell und bündig gesungen werden können, wichtig. „Wir wollten den Song lokal produzieren und nicht weggeben: Die Göttinger Musikszene ist fabelhaft“, sagt Schreivogel und ergänzt: „Tom und Axel haben den Song sehr zeitgemäß gestaltet.“

Am Ende kam zur Belustigung aller, die Idee auf, ein schadenfrohes Lachen dem Song anzuhängen. Gesagt getan: Unter großem Gelächter seitens der Kinder wurde der lachende Abschluss aufgenommen.

Gesponsert wurde die Songproduktion „in voller Höhe“ von der Sparkasse Göttingen. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Schreivogel. „In der ersten Folge des Hörspiels „Alte Damen in Not“ kommt die Sparkasse in der Weender Straße vor, weil da die Damen ihre Konten haben, ich finde, das passt ganz gut.“

„Die Göttinger Sieben“

Das Hörspiel basiert auf Jugendkrimireihe „Die Göttinger Sieben“ des Autors Tobias Schrader, in der junge Detektive immer wieder neuen Fällen nachgehen. 2017 startete Sven Schreivogel, Regisseur und Produzent der Reihe, die lokale Produktion der ersten beiden Folgen. Neben den Jungschauspielern wirken unter anderem Künstler vom Jungen Theater und Theater im OP mit. „Wir stehen gut in der Zeit, alle Rollen, bis auf den Erzähler der zweiten Folge, sind im Kasten“, so Schreivogel. Der ursprünglich angestrebte Veröffentlichungstermin Ende Mai, Anfang Juni, verschiebe sich dennoch aus zwei Gründen: „Unser Tonmeister Rolf Manzei hat ein Angebot für einen Kinofilm bekommen, wodurch wir die Postproduktion etwas nach hinten verschieben müssen, und wir haben sehr viel Material: Die Kinder sind ja keine Profi-Sprecher, die nach ein, zwei Sätzen es auf den Punkt bringen.“ Schreivogel sieht den Verzug aber keineswegs negativ: „Die Kinder haben das sensationell gemacht, und wir haben uns ja bewusst für lokale Talente entschieden.“ Der neue Erscheinungstermin ist auf Ende August, Anfang September datiert.

Von Madita Eggers

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