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Göttingen Hilfe und Integration für Flüchtlinge
Die Region Göttingen Hilfe und Integration für Flüchtlinge
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00:17 19.11.2016
Von Michael Brakemeier
Essen für Bedürftige: Hassan Raissi-Morgenstern und Beate Kolbe sammeln Lebensmittel für die Göttinger Tafel. Quelle: CH (Archiv)
Göttingen

Ziel des Projekts ist die Qualifizierung von Ehrenamtlichen für "besondere Herausforderungen" in der Arbeit mit Flüchtlingen, heißt es in einer Mitteilung der Göttinger Tafel. Zusätzlich soll die Integration der Flüchtlinge in den Tafelbetrieb und somit in die Gesellschaft gestärkt werden.

Das Programm besteht aus drei Phasen: Zuerst sollen die Tafel-Aktiven in Fragen der Flüchtlingszusammenarbeit weitergebildet, um das interkulturelle Verständnis zu fördern und Knowhow über Fluchtursachen und die Herkunftsländer zu vermitteln. Anschließend liege der Schwerpunkt auf der Integration von Flüchtlingen in den Tafelbetrieb. Ziel sei schließlich, dass Flüchtlinge in der Lage sind, selbst integrative Kurse bei der Tafel anzubieten und Neuankömmlingen zu helfen.

„Das Projekt bringt viele neue Chancen – sowohl für die Flüchtlinge als auch für uns Tafel-Aktive",  meinen Martina May und Elke Gerland von der Göttinger Tafel. Mehr als 1200 Bedürftige suchten monatlich bei der Göttinger Tafel Unterstützung, rund 42 Prozent davon seien Geflüchtete. Dies bringe neue Herausforderungen für den alltäglichen Betrieb. Verständnisschwierigkeiten durch Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede stellten nur einen Aspekt von vielen dar, heißt es in der Mitteilung.

Außer in Göttingen, wo das Projekt am Montag gestartet ist, läuft das Pilotprojekt in Marburg und BremerhavenGöttingen sei ausgewählt worden, weil viele Flüchtlinge zur Tafel kommen, aber auch, weil Göttingen als liberale Stadt gelte, deren Bürger neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen seien, nicht zuletzt durch die vielen Studierenden.

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