Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Göttinger Verbraucherzentrale gibt Tipps für Temperaturmanagement
Die Region Göttingen Göttinger Verbraucherzentrale gibt Tipps für Temperaturmanagement
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:55 17.07.2014
Von Matthias Heinzel
Heute wird‘s heiß: Abkühlung verspricht ein Freibadbesuch wie hier am Brauweg in Göttingen. Quelle: Hinzmann
Anzeige
Göttingen

Sommerliche Hitze kann für den Organismus Stress bedeuten, vor allem wenn die Wohnung richtig aufgeheizt ist und die Temperaturen auch nachts nicht auf ein erträgliches Niveau sinken, warnt Gabriele Frühholz, Energieberaterin der Verbraucherzentrale:

„Die Abkühlung einer einmal aufgeheizten Wohnung ist mühsam und teuer. Deshalb ist es wichtig, die Hitze gar nicht erst herein zu lassen. Das lässt sich jedoch mit intelligentem Hitzeschutz einfach und kostengünstig verhindern.“

Anzeige

Frühholz’ Ratschläge:  

  • An sehr heißen Tagen nur in den kühleren Morgen-, späteren Abendstunden oder nachts ausgiebig lüften. Tagsüber Fenster und Türen geschlossen halten.
  • Die Wärmeabstrahlung von Elektrogeräten und Lampen ist nicht zu unterschätzen. Deshalb an heißen Tagen genau überlegen, was eingeschaltet wird.
  • Die Aufwärmung der Räume über die Sonneneinstrahlung durchs Fenster wird am besten durch einen außenliegenden Hitzeschutz verhindert. Außen angebrachte Jalousien, Roll- und Klappläden also schließen oder Markisen einsetzen. Bei innen montierten Jalousien auf eine helle oder mit Metall beschichtete Außenfläche achten.
  • Für dauerbestrahlte Fenster, wenn möglich, spezielles Sonnenschutzglas wählen.

Wem es trotzdem immer noch zu heiß ist, sollte über eine fachgerechte Dämmung des Hauses nachdenken, sagt Frühholz: „Eine wirksame Dämmung hilft doppelt – im Sommer hält sie die Hitze draußen, im Winter die Wärme im Haus.“
Senioren sind hitzeanfälliger als jüngere Menschen.

Im Alter nimmt der Hitzeschutz des Körpers ab, Kreislaufstörungen treten häufiger auf, und der Flüssigkeitshaushalt gerät schneller aus dem Gleichgewicht. Vor allem bei Herzproblemen oder Bluthochdruck kann Hitze ältere Menschen stark belasten. Tipps für Senioren:

  • Immer ausreichend trinken: Vor allem bei großer Hitze ist reichliche Flüssigkeitszufuhr die wichtigste Maßnahme. Bei älteren Menschen lässt das Durstempfinden nach, daher sollten Senioren bewusst über ihr Durstgefühl hinaus trinken. Der Körper benötigt mindestens anderthalb Liter Flüssigkeit pro Tag, bei großer Hitze sollte es mehr sein. Nicht zu kaltes Mineralwasser und Saftschorlen eignen sich für ältere Menschen am besten.
  • Leichte Ernährung: Zu fettreiches Essen belastet die Verdauung und damit auch den Kreislauf. Bei großer Hitze empfehlen Mediziner leicht verdauliche Speisen wie Salate mit Speiseöl, Obst, Gemüse oder mageres Fleisch und Fisch.
  • Die richtige Kleidung auswählen: Helle Farben reflektieren besser als dunkle. Enge Kleidung lässt die Luft schlechter zirkulieren. Eine Kopfbedeckung schützt zusätzlich.
  • Siesta einlegen.

Infos der Verbraucherzentrale zu baulichem Hitzeschutz: verbraucherzentrale-energieberatung.de oder Telefon 08 00 / 8 09 80 24 00.