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Göttingen Göttinger Verein „Studenten bilden Schüler“ bietet Nachhilfe für Kinder
Die Region Göttingen Göttinger Verein „Studenten bilden Schüler“ bietet Nachhilfe für Kinder
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17:57 17.12.2013
Nachhilfe gibt es am Göttinger Standort des bundesweit organisierten Vereins: Standortleiterin Anja Huesmann mit Antonia Welk (v. l.). Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Mit Anja Huesmann, die den Standort Göttingen gemeinsam mit Sarah Markert leitet, und der Nachhilfelehrerin Antonia Welk vom Verein hat Tageblatt-Mitarbeiterin Ute Lawrenz gesprochen.

Wollen viele der Helfer Lehrer werden?
Welk: Es liegt natürlich nahe, dass sich viele angehende Lehrer für unseren Verein interessieren. Aber jeder kann bei uns mitmachen und es werden für jedes Fach Nachhilfelehrer gesucht. Ich denke, dass es für Studierende jeder Fachrichtung eine Bereicherung sein kann, sich bei uns zu engagieren.

Das sieht man auch an unserer aktuellen bunt gemischten Zusammensetzung mit Studierenden aus verschiedensten Studiengängen von der Georg-August Universität, der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) und sogar aus Kassel.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien ehrenamtlich zu fördern?
Welk: Ich möchte mich aktiv daran beteiligen, unsere Gesellschaft zu gestalten, indem ich mich durch meine Arbeit im Verein „Studenten bilden Schüler“ für Chancengleichheit einsetze. Der Nachhilfemarkt in Deutschland boomt, es gibt sehr viele Schüler, die Nachhilfe von ihren Eltern bezahlt bekommen.

Die Schüler, die diese finanziellen Möglichkeiten nicht haben, möchte ich unterstützen. Das Tolle an dieser Arbeit ist, dass man schnell Erfolge sieht und dass man sofort etwas verändern kann.

Wie groß ist ihre Gruppe?
Welk: Der Verein ist bundesweit organisiert. Insgesamt engagieren sich mehr als 1350 ehrenamtliche Nachhilfelehrer an mehr als 20 Standorten. Der Standort Göttingen ist mit knapp zehn Nachhilfelehrern noch recht klein.

Sind Sie auf irgendwelche Fachrichtungen beschränkt oder machen Sie alles?
Welk: Wir sind auf keine Fachrichtung beschränkt. Prinzipiell kann jedes Fach bei uns angeboten werden. Es können so viele Schüler von der Hilfe profitieren, wie wir Nachhilfelehrer haben. Deshalb sind wir auch auf der Suche nach weiteren Studenten, die sich bei uns engagieren wollen. Wir möchten gern, dass unser Standort wächst, damit wir noch mehr Schüler unterstützen können.

Wie kommen Sie an ihre Schüler?
Huesmann: Wir arbeiten mit dem Jugendhilfezentrum (JHZ)  Göttingen zusammen. Wenn ein Kind Nachhilfe möchte, werden wir informiert und suchen einen Nachhilfelehrer in dem entsprechenden Fach. In Zukunft möchten wir weitere soziale Partner finden, um so vielen Kindern wie möglich kostenlose Nachhilfe zukommen zu lassen.

Was müssen die Helfer an Eigenschaften mitbringen?
Huesmann: Sie sollten Freude haben, Kompetenzen weiterzugeben, Wissen gerne vermitteln und offen sein und zuverlässig. Wichtig ist auch Geduld und Freude am Organisieren.

Wieviel Zeit braucht die Arbeit?
Huesmann: Ein Nachhilfelehrer kommt auf ein bis zwei Stunden pro Woche. Im Organisationsteam können es ungefähr vier Stunden pro Woche werden.

Was sind die häufigsten Schwierigkeiten?
Huesmann: Man muss Verständnis haben, dass die Schüler auch mal keine Lust zum Lernen haben und dass die Nachhilfestunde dann nicht wie geplant abläuft.

Was ist das Schönste bei der Arbeit?
Welk: Wenn ich sehe, dass mein Nachhilfeschüler Fortschritte macht, und sich freut, dass ich komme.

Huesmann: Wenn Schüler wie Lehrer Freude haben und merken, dass es ihnen etwas gibt.

Mehr Infos im Netz unter Studenten-bilden-schueler.de