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Göttingen Bauarbeiten sind längst fertig – Rinschenrott bleibt trotzdem gesperrt
Die Region Göttingen Bauarbeiten sind längst fertig – Rinschenrott bleibt trotzdem gesperrt
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09:53 11.11.2019
Der Rinschenrott bleibt vorerst halbseitig gesperrt, weil noch eine Ampel fehlt. Die Arbeiten an der Fahrbahn sind längst abgeschlossen Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Noch mindestens bis Ende November ist der Rinschenrott an der Anschlussstelle zur B27 in Göttingen halbseitig gesperrt. Und das, obwohl die eigentlichen Straßenbauarbeiten längst abgeschlossen sind. Hintergrund: Die Ampelanlage musste versetzt werden, weil am zunächst geplanten Standort zu viele Kabel im Erdreich liegen.

„Das tut uns selber weh“, räumte Dieter Schultz, Sachgebietsleiter Straßenbau beim Landesstraßenbauamt in Gandersheim ein. Zugleich wies er anderslautende Gerüchte zurück. In den „Sozialen Medien“ kursiert die Behauptung, die Stadt Göttingen habe die erforderliche neue Ampelanlage falsch ausgeschrieben und müsse das jetzt korrigieren. Teilweise wird behauptet, die Stadt habe schlicht vergessen, die Ampeltechnik auszuschreiben und in Auftrag zu geben.

Stadt gar nicht zuständig

Beides ist falsch – in mehrfacher Hinsicht. Zum einen ist die Stadt gar nicht für die Bauarbeiten an der B3 (Rinschenrott) und Abfahrt von der B27 in Richtung Norden verantwortlich, klärt Schultz auf. Zum anderen gebe es keine fehlerhafte Ausschreibung oder Bestellung.

Schlechte Leitungspläne hätten zu der massiven Verzögerung geführt, erklärt er weiter. Als die Arbeiter in den Untergrund eingedrungen seien, um einen neuen Ampelmast zu setzen, seien „enorm viele Kabel und Leitungen aufgetaucht, von denen niemand etwas wusste. „Wir mussten umplanen und den Mast ein paar Meter versetzen.“ Dafür aber habe ein neues Fundament aus Beton gegossen werden müssen, „und das braucht mindestens 28 Tage, bis es aushärtet“.

Ärgerlich sei das auch, weil alle anderen Arbeiten an der Straße „längst fertig sind“, so Schultz. Die halbseitige Sperrung könne allerdings ohne funktionierende Ampel nicht aufgehoben werden, „das ist an dieser Kreuzung zu gefährlich“. Schultz rechnet damit, dass die Lichtsignalanlage – so die offizielle Bezeichnung – in der 47. oder 48. Kalenderwoche steht und der Rinschenrott dann wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden kann.

Linksabbieger ist verschwunden

Der Knotenbereich ist bereits seit Monaten gesperrt. Zum einen hat das Straßenbauamt eine Linksabbiegespur auf der Fahrbahn Richtung Göttinger Bahnhof zurückgebaut. Sie führte seit Jahren ins Leere, nachdem die Stadt Göttingen eine Straße mit Brücke parallel zur B27 zum Lutteranger geschlossen und ebenfalls zurückgebaut hat. Zum anderen wurde die Fahrbahn in diesem Abschnitt des Rinschenrotts neu asphaltiert. Und schließlich haben die Göttinger Entsorgungsbetriebe in diesem Bereich neue Kanäle gelegt. Bauarbeiten an der Behelfszufahrt zur Bauschuttdeponie und zum Kompostwerk am Königsbühl an der Bundesstraße 3 sollen im Dezember abgeschlossen sein.

In den Sommermonaten hatte die Rinschenrott-Baustelle parallel zu Arbeiten auf der darüberführenden B27 (Autobahnzubringer) zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Immer wieder gab es lange Staus. Die Arbeiten an der B27 sind seit Mitte August abgeschlossen.

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Von Ulrich Schubert

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