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Göttingen Göttinger Weihnachtsmarkt: Das müssen Sie zu Programm, Anfahrt und Sicherheit wissen
Die Region Göttingen Göttinger Weihnachtsmarkt: Das müssen Sie zu Programm, Anfahrt und Sicherheit wissen
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08:03 25.11.2019
Auch in diesem Jahr sollen Betonklötze verhindern, dass Fahrzeuge ungebremst in die Menge fahren können. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Der Weihnachtsmarkt in Göttingen beginnt, und wie in jedem Jahr stellen sich dem potenziellen Marktbesucher einige Fragen: Wann kann ich den Markt eigentlich besuchen, wie viel Geld brauche ich und werde ich mich wieder über Rudi, den singenden Elch wahlweise freuen oder ärgern? Sechs wichtige Fragen und Antworten zum Göttinger Weihnachtsmarkt:

Wann ist der Weihnachtsmarkt geöffnet?

Der Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr am Montag, 25. November, um 16 Uhr von Bürgermeister Ulrich Holefleisch eröffnet. Der Markt läuft dann bis Sonntag, 29. Dezember, unterbrochen nur von Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen vom 24. bis 26. Dezember. Der Markt ist montags bis sonnabends von 10 bis 20.30 Uhr geöffnet, an Sonntagen von 11 bis 20.30 Uhr.

Letzte Handgriffe vor der Eröffnung. Quelle: Peter Heller

Wie sieht das Rahmenprogramm aus?

Der Göttinger Weihnachtsmarkt ist auch wegen seines großen Rahmenprogramms beliebt – deshalb gibt es wohl wenig Grund, das Drumherum zu ändern: Laut Michael Ilse vom Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen ist das Rahmenprogramm im Wesentlichen dasselbe wie im vergangenen Jahr.

Auf der großen Weihnachtsmarktbühne, im Alten Rathaus, den Kirchen und Theatern sowie in der Lokhalle gibt es jeden Tag ein vielseitiges Programm rund um den Weihnachtsmarkt. In der Stadtbibliothek gibt es Kinderprogramme. Ein neues Angebot des Pfarramts – nicht nur für Kinder: In einem Pavillon an der St.-Johannis-Kirche lesen Ehrenamtliche ihre Lieblingsgeschichten für Jung und Alt vor. Das vollständige Programm ist auf der Internetseite von Göttingen Tourismus zu finden.

Was zahle ich für einen Glühwein?

Die Preise bleiben nach Einschätzung von Daniel Asmuß vom Göttinger Weihnachtsmarktverein in diesem Jahr stabil – an seinem Stand werde der Glühwein wie in den vergangenen Jahren drei Euro kosten, was bei den meisten anderen Händlern ähnlich sein dürfte. Die Kosten für die Händler würden jedoch steigen, weshalb für die Zukunft Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen werden könnten.

Wie erreiche ich den Weihnachtsmarkt?

Die Stadtbusse fahren während des Weihnachtsmarkts regulär weiter die Haltestellen in der Innenstadt an – sie müssen nur noch etwas langsamer fahren als sonst. Außerdem bieten die Göttinger Verkehrsbetriebe in diesem Jahr wieder einen Pendelverkehr vom Schützenplatz in die Innenstadt an. Immer sonnabends fahren im Zehn-Minuten-Takt Sonderbusse, der erste ab Schützenplatz um 9.40 Uhr, der letzte ab Groner Straße um 20.20 Uhr.

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Hier geht’s zu einer Auswahl der Weihnachtsmärkte in der Region – mit Karte:

Das sind die Weihnachtsmärkte 2019 in Göttingen und der Region

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Für alle, die lieber auf die eigenen vier Reifen setzen, stehen rund 5000 Parkplätze in der Göttinger Innenstadt und ihrer näheren Umgebung zur Verfügung. An den Wochenenden werden zusätzliche Parkflächen freigegeben. Sie sind ebenfalls auf der Seite von Göttingen Tourismus einzusehen.

Betonklötze auf den Zufahrtsstraßen sollen verhindern, dass Fahrzeuge in hohem Tempo auf den Weihnachtsmarkt fahren. Quelle: Peter Heller

Wie wird der Weihnachtsmarkt geschützt?

Auch in diesem Jahr werden wieder Betonklötze an den Zufahrtsstraßen platziert, die verhindern sollen, dass Fahrzeuge in hohem Tempo auf den Weihnachtsmarkt fahren. Die Idee hinter der versetzten Aufstellung der Quader: Lieferfahrzeuge sollen langsam durch sie hindurch manövrieren können. An den Straßen, auf denen die Stadtbusse fahren, werden zwischen den Betonklötzen Ketten gespannt, die für die Busse geöffnet werden.

Ist Rudi, der singende Elch, wieder da?

Ja! Der künstliche Elchkopf, der 2018 singend und redend die Göttinger Weihnachtsmarktbesucher in zwei Lager spaltete, wird an derselben Stelle zu bestaunen sein wie im vergangenen Jahr. „Rudi“ ist wieder auf der Nordseite der St.-Johannis-Kirche an der Tiroler Hütte zu finden.

2018 erhitzte er die Gemüter: Der sprechende und singende Elch „Rudi“ ist in diesem Jahr erneut zu Gast auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt. Quelle: Peter Heller

2018 hatte der falsche Elch für Aufregung gesorgt: Damals war er vom Kasseler Weihnachtsmarkt nach Göttingen gewechselt und hatte in Nordhessen traurige Marktbesucher hinterlassen. In Göttingen hingegen wurde der „Rudi“ zum Zankapfel: Mancher fand die Imitation einer Jagdtrophäe geschmacklos, aber viel mehr Menschen fühlten sich von tagelanger Elchmusik schlicht genervt. Offenbar war die Mehrheit „Rudi“ jedoch wohlgesonnen, deshalb wird er auch in diesem Jahr bei denen, die ihn sehen und hören, für Freude oder Ärger sorgen.

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Weihnachtsmarkt seit mehr als 160 Jahren

Der Weihnachtsmarkt ist die größte regelmäßige Veranstaltung in Göttingen und der Region. Mehr als 500 000 Menschen kommen jedes Jahr in die Göttinger Innenstadt, um sich an über 80 Verkaufsbuden mit Glühwein, Leckereien und Handwerk einzudecken. Die Anfänge des Christmarkts, wie die Veranstaltung in den ersten Jahren hieß, waren indes bescheiden. Sie lassen sich durch Dokumente im Stadtarchiv nachzeichnen: Die erste Erwähnung des damals siebentägigen Markts ist eine Beschwerde des „Geistlichen Ministeriums“ an die Stadtväter im Jahr 1852 – wegen Ruhestörung am Sabbat.

Als Weihnachtsmarkt wurde der Christmarkt erst ab etwa 1900 bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nannten viele Menschen den Göttinger Weihnachtsmarkt despektierlich „Wurstmarkt“, weil ein großer Teil der Verkaufsstände damals Fleischerprodukte feilbot. Das moderne Sinnbild eines Weihnachtsmarkts – der Glühwein – kam übrigens erst im Jahr 1980 in Göttingen an.

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Von Tammo Kohlwes