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Göttingen Göttinger Wohnprojekt kritisiert Polizei
Die Region Göttingen Göttinger Wohnprojekt kritisiert Polizei
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18:00 04.12.2019
Wenn sich aufgrund gelöster Muttern ein Rad während der Fahrt vom Auto löst, können die Folgen verheerend sein. Wer sich zu einer solchen Tat hinreißen lässt, nimmt die Gefährdung von Menschenleben wissentlich in Kauf. Quelle: Symbolbild
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Göttingen

Das Hausprojekt OM10 hat die Göttinger Polizei kritisiert. Nachdem Bewohner feststellen mussten, dass an zwei ihrer Autos Radmuttern gelockert wurden, sei der Versuch fehlgeschlagen, in der Polizeidirektion Groner Landstraße Anzeige zu erstatten. Der Dienst habende Beamte habe den Vorfall heruntergespielt und die Aufnahme einer Anzeige verweigert, heißt es in einer Mitteilung des Our House OM10.

In dem Schreiben heißt es weiter: „Als linkes Projekt, welches sich sichtbar für die Anliegen und Rechte von Geflüchteten einsetzt, wissen wir, dass die OM10 jederzeit angegriffen werden kann. Bemerkenswert ist allerdings, dass hier im schlimmsten Fall ein Totschlag in Kauf genommen wurde.“ Der Polizeibeamte habe geäußert, dass ja nichts passiert, nichts abhanden gekommen und niemand zu Schaden gekommen sei. Erst auf Drängen hin habe er schließlich einen Vermerk auf einem Schmierzettel gemacht.

Bitte bei der Polizei melden

Auf Nachfrage des Tageblatts erklärt Polizeisprecherin Michaela Burchardt, dass trotz Recherche im Hause der Vorfall nicht nachvollziehbar sei. Dass jemand versucht habe, Anzeige zu erstatten, sei nicht dokumentiert. Die betreffende Person werde deshalb gebeten, sich bei der Polizei in der Groner Landstraße zu melden. „Das ist auch in unserem eigenen Interesse, um aufzuarbeiten, wie die Sache abgelaufen ist“, sagt Burchardt. Inzwischen habe das vierte Fachkommissariat von Amts wegen Anzeige erstattet: von unbekannt gegen unbekannt.

Von Ulrich Meinhard

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