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00:19 14.03.2013
Von Michael Brakemeier
Vor dem Neuen Rathaus: Erinnerung an die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima am 11. März vor zwei Jahren.
Vor dem Neuen Rathaus: Erinnerung an die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima am 11. März vor zwei Jahren. Quelle: Pförtner
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Göttingen / Berlin

Bei der Feierstunde am Neuen Rathaus enthüllte Bürgermeisterin Helmi Bebehani (SPD) ein Schild, auf dem der Name „Hiroshimaplatz“ sowohl in lateinischer Schrift als auch in japanischen Schriftzeichen zu lesen ist. Ein gefalteter Origami-Kranich, das Leidens- und Hoffnungsymbol des ersten Atombombenabwurfs im August 1945, ist ebenfalls zu sehen.

Das Schild geht auf eine Initiative der Göttinger Anti-Atom-Initiative zurück, die von den Grünen und den Linken im Rat als Antrag formuliert worden ist. Der Kulturausschuss gab Ende Januar grünes Licht für die Aufstellung des Schildes. An der Feierstunde nahmen gestern neben Vertretern aus den Ratsfraktionen und der Kulturverwaltung auch japanische Anti-Atomkraft-Aktivisten teil.

Bereits am Mittag hatten in Berlin rund 200 Demonstranten vor der japanischen Botschaft in Berlin demonstriert. Mit dabei auch knapp 20 Teilnehmer aus Göttingen, die zum größten Teil bereits am Sonntag am frühen Morgen mit vier Treckern aus der Region unter Leitung des Seeburger Biobauern Ludwig Pape aufgebrochen waren.

„Die Stimmung vor der Botschaft war gut.Die Aktion war friedlich und beeindruckend“, berichtet der Göttinger Ratsherr Patrick Humke (Linke), der selbst 20 Stunden am Treckerlenkrad saß. Beteiligt an der Berliner Demo waren auch „viele Japaner“, so Humke. Pape erhielt die Gelegenheit, eine Erklärung in der Botschaft abzugeben.

Die Pflanzung eines japanischen Kirschbaumes, dem Symbolbaum Japans, im benachbarten Tiergarten war den Aktivisten nach Papes Angaben vom Bezirksamt Berlin-Mitte untersagt worden.

Mit dem Trecker nach Berlin zur Anti-Atom-Demo: der Göttinger Konvoi an der japanischen Botschaft. ©Humke
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