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Göttingen "Greifvogelhuhn" landet an der Rastanlage Göttingen-West
Die Region Göttingen "Greifvogelhuhn" landet an der Rastanlage Göttingen-West
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15:38 24.07.2009
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Sofort  machte sich eine Funkstreife der Göttinger Autobahnpolizei auf den Weg. Als die Beamten eintrafen, war von dem gesuchten Greifvogel zwischen den Tanksäulen aber zunächst nichts zu sehen. Das zur Beruhigung mit einem Handtuch abgedeckte Tier saß inzwischen im Eingangsbereich der Raststätte.
Der erste Blick auf das hilflose Federvieh sollte aber nach Ansicht der Beamten aus Eigensicherungsgründen besser nicht unvorbereitet erfolgen. Um sich "gefahrlos" vom Gesundheitszustand des Greifers  überzeugen zu können, zog sich einer der Beamten zum Schutz vor den scharfen Krallen deshalb vorsichtshalber seine Lederhandschuhe an.
Dann kam die große "Enthüllung" - die Spannung stieg. Vorsichtig lüftete der Polizist das Tuch und konnte einen ersten Blick auf den Kopf des Vogels werfen. Zur Verwunderung aller Beteiligten hatte der jedoch weder messerscharfe Augen, noch einen scharfen Schnabel, stattdessen aber eine "Säge" auf dem Kopf.
Auch ohne in einem Fachbuch nachschlagen zu müssen, erkannten die Ordnungshüter schnell, was da vor ihnen auf dem Boden hockte. Es war ein Huhn. Die braun gefiederte Dame, deren Herkunft gänzlich unbekannt ist, wurde sofort vorsichtig in einem geliehenen Karton im Streifenwagen zum Stützpunkt der Autobahnpolizei nach Mengershausen gefahren.
Dort wartete die Ausreißerin in einer der Garagen, bis sie gegen 6 Uhr von der Göttinger Berufsfeuerwehr abgeholt und ins Tierheimgebracht wurde. Wie sie auf die Rastanlage kam und warum ist unbekannt und dürfte ein ewiges Rätsel bleiben. Vielleicht war ihr das dauernde Eierlegen in ihrem Hühnerstall einfach zu eintönig.

jk