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Göttingen Grenzwert herabgesetzt: Alte Bleirohre bis 1. Dezember austauschen
Die Region Göttingen Grenzwert herabgesetzt: Alte Bleirohre bis 1. Dezember austauschen
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16:42 12.08.2013
Vor 1973 verwendet, heute aber kaum noch zu finden: Wasserrohr aus Blei. Quelle: Schede/Gesundheitsamt Göttingen
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Northeim / Göttingen

Ab dem 1. Dezember liegt dieser mit 0,01 Milligramm pro Liter so niedrig, dass praktisch keine Bleirohre mehr in der Hausinstallation vorhanden sein dürfen. Darauf haben der Landkreis Northeim und die Stadtverwaltung Göttingen hingewiesen.

Ein ausdrückliches Verbot von Bleileitungen gebe es zwar nicht, so der Kreis Northeim, jedoch lasse sich der neue Grenzwert nur einhalten, wenn das Trinkwasser vorher keine Bleirohre durchströmt hat. Somit komme der neue Grenzwert einem Verbot von Bleileitungen gleich.
Untersuchungen in der Vergangenheit hätten gezeigt, dass alte Bleileitungen im Haushalt auch heute noch wichtige Quelle für eine Trinkwasserbelastung sein können.

Bis in die Mitte der 70er-Jahre verbaut

Bleileitungen wurden teilweise bis in die Mitte der 70er-Jahre verbaut. Erst seit 1973 sollten sie aufgrund ihrer gesundheitlichen Bedenklichkeit für neue Trinkwasserleitungen nicht mehr verwendet werden. Daher würden heute Bleirohre in erster Linie in Gebäuden gefunden, die in den Jahrzehnten davor errichtet wurden, so der Landkreis Northeim weiter.

Bleigehalt messen

Grundstücksbesitzer, deren Häuser vor 1973 gebaut wurden, sollen daher, so rät die Göttinger Stadtverwaltung, dringend prüfen, ob ihr Trinkwasser noch durch Bleirohre geleitet wird. Der Bleigehalt im Trinkwasser kann mit einem Test des Landes Niedersachsen gemessen werden. Das Probenahmeset erhalten Bürger beim Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Göttingen, Theaterplatz 4. Die Wasserproben werden im Labor des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts untersucht. Beim Landkreis Northeim, Fachdienst Gesundheitsdienste, Telefon 0 55 51 / 70 81 11, können ebenfalls Probenahmesets samt schriftlicher Gebrauchsanleitung sowie alle weiteren Informationen angefordert werden.

Der Austausch von Bleileitungen kann übrigens im Zusammenhang von baulichen oder energetischen Modernisierungsmaßnahmen von der Niedersächsischen Förderbank N-Bank (nbank.de) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfw.de) im Rahmen der Förderprogramme zur Gebäudesanierung gefördert werden.

pdg/lpd

Weitere Infos: Gesundheitsamt Göttingen, Telefon 05 51 / 4 00 48 02, sowie im Internet unter landkreis-northeim.de und auf der Seite des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes unter nlga.niedersachsen.de.