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Göttingen Brandgefahr: Grillen in öffentlichen Anlagen ist in Osterode schon verboten
Die Region Göttingen Brandgefahr: Grillen in öffentlichen Anlagen ist in Osterode schon verboten
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00:26 01.07.2019
Bei lang anhaltender Trockenheit ist beim Grillen im Park Vorsicht geboten. Quelle: dpa
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Göttingen/Osterode

Das anhaltende trockene und heiße Wetter ist schön für alle Sonnenanbeter. Es lässt aber gleichzeitig auch die Wald- und Flächenbrandgefahr in der Region steigen. Mancherorts ist offenes Feuer oder Grillen in öffentlichen Anlagen bereits verboten.

Die Nachrichten von Waldbränden kamen in dieser Woche nicht nur aus Spanien, sondern auch aus Brandenburg, Berlin und Frankfurt (Oder). Hunderte Hektar Wald standen in Flammen, der Verkehr musste umgeleitet werden, Züge fielen aus. Und auch im Harz bei Riefensbeek hat es in diesem Jahr schon gebrannt. Ein Problem, das grundsätzlich in jedem Teil des Landes auftreten kann. Herrschen extreme Wetterbedingungen wie Dürre, Hitze und Wind, reicht oft schon ein Funke, um einen Flächenbrand zu entfachen.

„Das bedeutet hohe Gefahr“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt ständig aktualisierte Informationen zu den Gefährdungslagen bekannt, inklusive Ausblick für die kommenden vier Tage. Demnach wird in Südniedersachsens Wäldern und auf Grasflächen spätestens am Wochenende überall die zweithöchste Warnstufe erreicht. „Das bedeutet hohe Gefahr“, sagt Uwe Hankel, Bereichsleiter Ordnung der Stadt Osterode.

Auch wenn die Temperaturen eigentlich dazu animieren, die Zeit im Freien zu verbringen und mit Familie und Freunden den Grill anzuwerfen, mahnen die Kommunen derzeit zur Vorsicht, wenn nicht sogar zum Verzicht. Die Stadt Osterode beispielsweise untersagt Grillpartys in seinen Parks und Grünanlagen. Gleiches gelte für den Wald. „Rauchen, offenes Feuer und Grillen wäre hier nicht nur extrem leichtsinnig“, heißt es in einer Mitteilung der Osteröder Stadtverwaltung. Laut Niedersächsischem Waldgesetz ist es zwischen zwischen März und Oktober schlicht verboten.

Feuerwehr rät zur Vorsicht

In Göttingen hat man die Warnstufen ebenfalls im Blick. Sollte es in den nächsten zwei Tagen nicht regnen, so würden die Indizes für Graslandflächen und den Wald auf Stufe 4 gesetzt, erläutert Sprecherin Cordula Dankert. Niederschlag ist allerdings nicht in Sicht – auch nicht in Hann. Münden und Duderstadt. Hier sei man ebenfalls auf anhaltende Trockenheit vorbereitet und werde die Bevölkerung voraussichtlich in den kommenden Tagen entsprechend über die Gefahren informieren.

Aber auch dort, wo Grillen prinzipiell erlaubt ist, mahnen die Feuerwehren zu erhöhter Vorsicht. Unbedingt sollte ein Feuerlöscher oder ein Eimer Wasser in der Nähe sein, damit ein möglicher Entstehungsbrand sofort abgelöscht werden kann. Sicherheitshalber sollte außerdem ausreichend Abstand zu jeglichem brennbaren Material gehalten werden. Brandbeschleuniger wie Spiritus könnten verheerende Folgen haben und sollten unbedingt vermieden werden. Und als letzter Tipp der Brandbekämpfer: Vor der Entsorgung der Asche sollte diese vollständig abgekühlt sein und niemals in einen Plastikmülleimer gekippt oder aufgesaugt werden.

Wer nicht die nötige Vorsicht walten lässt, muss übrigens befürchten, dass die sommerliche Grillparty nachträglich richtig teuer wird. Osterode Ordnungsamtsleiter Hankel warnt: „Wer durch grobe Fahrlässigkeit beim Grillen einen Feuerwehreinsatz auslöst, muss damit rechnen, die Einsatzkosten in Rechnung gestellt zu bekommen. Da kommt schnell einiges zusammen.“

Tipps in Stichworten:

Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe.

Im Wald gilt bundesweit von Anfang März bis zum 31. Oktober ein allgemeines Rauchverbot. Entsprechend dürfen auch keine Zigarettenkippen aus dem Auto geworfen werden.

Keinen Müll im Wald zurücklassen, Scherben können als Sammellinse für die Sonnenstrahlen wirken und ein Feuer entfachen kann.

Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen.

Wer einen Brand entdeckt, ist verpflichtet, die Feuerwehr zu informieren und im Rahmen seiner Möglichkeiten, erste Hilfe zu leisten und mit Löschversuchen zu beginnen. Achtung: Nicht versuchen, das Feuer auszuschlagen. Luftzufuhr und Funkenflug fachen die Flammen zusätzlich an.

Von Markus Scharf, R

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