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Göttingen Grone-Mord kann nicht NSU zugeordnet werden
Die Region Göttingen Grone-Mord kann nicht NSU zugeordnet werden
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20:34 27.03.2012
Von Jürgen Gückel
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Göttingen

Demnach werden die Akten von Mordfällen in Hannover (2) und Winsen nach möglichen Verbindungen in den braunen Untergrund durchgesehen. Götz von Behr, Sprecher des Landeskriminalamtes, will das nicht bestätigen.

Ebenso äußert er sich nicht zu dem ungeklärten Mord am 21. Februar 1999 in der Deisterstraße in Grone-Süd, bei dem ein 43 Jahre alter Mann aus Sri Lanka ums Leben kam. Nach Tageblatt-Informationen sollen die Akten dieser Tat, die nach Auflösung der Mordkommission im Juli 1999 mangels weiterer Ermittlungsansätze geschlossen wurden, nicht zu denen gehören, die vom LKA überprüft werden.

Damals war an einem Sonntagmorgen die Leiche des 43-Jährigen in einem Gebüsch gefunden worden. Der Familienvater aus Sri Lanka war erschlagen worden – was wohl ein Grund für den Ausschluss bei den Ermittlungen ist. Alle anderen NSU-Opfer wurden erschossen. Für den Tod des Ausländers in der Deisterstraße hatten sich seinerzeit nicht die geringsten Hinweise auf Täter oder Motiv ergeben – auch nicht auf eine etwaige fremdenfeindliche Tat.