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Göttingen Groner haben „viel Übung“ im Helfen
Die Region Göttingen Groner haben „viel Übung“ im Helfen
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17:17 21.02.2016
Von Britta Bielefeld
Neben der Auszeichnung von Gita Waldmann mit der Groner Ehrennadel waren sie das zentrale Thema des Jahresempfangs in der voll besetzten Mehrzweckhalle.
Neben der Auszeichnung von Gita Waldmann mit der Groner Ehrennadel waren sie das zentrale Thema des Jahresempfangs in der voll besetzten Mehrzweckhalle. Quelle: Pförtner
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Grone

Sterr blickte aber zuvor auf das vergangene Jahr zurück und wünschte sich von der Stadtverwaltung „mehr Kreativität“ bei der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplanes.In Grone und im Westen der Stadt solle man nicht nur Gewerbegebiete ausweisen, „den neuen Golfplatz nehmen wir gerne“, sagte sie.

Für Geismar waren entsprechende Planungen abgelehnt worden. Auch in Richtung Weende blickte die Ortsbürgermeisterin. Dort lehnte man ein Naturbad anstelle eines konventionellen Freibades ab. „Wir lieben unser Naturbad“, sagte sie. „Und im vergangenen Jahr wurden dort 6000 Besucher mehr gezählt, als im Wender Bad.“

Nach einem Jahr ohne Kirmes, so Sterr weiter, freue sie sich besonders, dass mit dem MTV, dem Schützenverein 09 und dem Kleingartenverein  in diesem Jahr gleich drei Vereine gemeinsam das Fest organisieren. Und: „Hände weg vom Kleingarten. Wie haben andere Flächen, die wir als Bauland ausweisen können“, so Sterr. Dann erinnerte sie daran, dass viele Groner von Einwanderern, ob aus Russland, Ex-Jugoslawien, Ost- oder Südeuropa, abstammen.

„Viele von uns sind Nachkommen von Einwanderern, ohne sie gäbe es mich auch nicht“, so Sterr. Und das wäre doch schade, scherzte sie. Alte soziale Brennpunkte habe man in Grone längst aufgelöst, daran dürfe auch die aktuelle Flüchtlingsplanung nichts ändern. „Wir Groner helfen, wir haben viel Übung darin“, sagte sie. 

 Köhler - selbst Groner - sagte: „Grone ist ein gutes Beispiel dafür, wie man zusammen leben kann“. Schon bei vergangenen Flüchtlingswellen habe man in diesem Ortsteil „nicht überlegt, wie es nicht geht, sondern überlegt, wie es geht“. Bei der Integration der Flüchtlinge brauche die Stadt „das Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamtlichen“.

Ob der strikte Kurs einer Nichtverschuldung dafür der richtige Weg sei, stellte Köhler in Frage. „Das halte ich für riskant“, sagte der Oberbürgermeister. Man müsse dringend bezahlbare Wohnungen bauen, und das nicht nur für Flüchtlinge. Denn: „Es lohnt sich, in dieser Stadt zu leben“.