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Göttingen Groß Schneen: Grundschule muss Gebäude verlassen
Die Region Göttingen Groß Schneen: Grundschule muss Gebäude verlassen
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19:24 31.07.2014
Von Jürgen Gückel
2017 ist spätestens Schluss: Dann muss die Grundschule in Groß Schneen das Gebäude des Landkreises verlassen haben. Quelle: Hinzmann
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Friedland/Göttingen

Die Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule braucht künftig den gesamten Schulkomplex an der Bönneker Straße. Die Gemeinde Friedland muss eine neue Grundschule bauen.

Was dramatisch klingt, wird im Friedländer Rathaus auch als Chance begriffen. Und auch Marcel Riethig (SPD), der Schuldezernent des Landkreises, strebt einen einvernehmlichen Auflösungsvertrag an – möglichst schon zum 1. August 2016, also ein Jahr früher, als es bei einer Kündigung mit Dreijahresfrist möglich wäre. Die Gemeinde solle beim Bau einer neuen Grundschule unterstützt werden.

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Zwei zweizügige Grundschulen hat die Gemeinde, eine im Ort Friedland, eine in Groß Schneen. Letztere, die Einzelbergschule, befindet sich seit Entstehung des Schulkomplexes im Jahr 1969 als damalige Mittelpunktschule im Nordteil dieses Gebäudes. Die Räume sind nie an die Gemeinde verkauft, sondern nur vermietet worden. Schon mit der Einrichtung der Oberschule bekam die Carl-Friedrich-Gauss-Schule erheblichen Zulauf.

Vier neue Container geordert

Erst wurde ein Raum der Grundschule zurückgemietet, dann wurden vier neue Container geordert, die vom neuen Schuljahr an genutzt werden. Doch das reicht für die Zukunft noch immer nicht. Der neue Oberschul-Jahrgang wird fünfzügig beginnen und die Nachfrage wird wohl so stark bleiben, während in den nächsten Jahren zunächst noch zwei- und dreizügige Abschlussjahrgänge entlassen werden. Programmierte Überfüllung also.

Der Landkreis, so Riethig, habe sich entschlossen, auf die Grundschulräume zurückzugreifen. Dabei ginge es auch anders: Als der damalige Architekt, Helge Bofinger (Büro Hopfgärtner), auch bekannt als Architekt des Willy-Brandt-Hauses in Berlin, einst die Mittelpunktschule plante, ließ er Platz für eine Scheibe neuer Klassenräume, direkt erschließbar am West-Treppenhaus in Richtung Sporthalle.

Doch eine Erweiterung dort steht jetzt nicht zur Debatte – dafür aber ein Neubau der Grundschule. Deren Standort favorisiert Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) in der Nähe des Sportplatzes und des Sporthauses, weil dort Außenanlagen gemeinsam genutzt werden können und der Weg zum Schulzentrum und zur Sporthalle sowie zum Mehrgenerationenhaus, aus dem das Schulessen kommt, nicht weit ist. Noch ist nichts entschieden; ein Architekt soll zunächst den Raumbedarf ermitteln.

Neubau geplant

Friedrichs stellt sich einen Neubau vor, der zweizügig (also acht Klassen) geplant ist, aber flexibel auch auf Schülerrückgang eingestellt sein müsste. Derzeit freilich, so zeigen es die Geburtenzahlen, ist in Groß Schneen noch mit jährlich 125 bis 130 Neueinschulungen bis 2019 zu rechnen. Der Landkreis, so Riehtig, könne die Übernahme der alten Klassenräume zum Zeitwert und weitere finanzielle Unterstützung des Neubaus zusagen.

Schulleiterin Karin Böhlken, die nach acht Jahren an der Einzelbergschule am Mittwoch in den Ruhestand ging, sagt es so: „Wenn ich weiter Schulleiterin wäre, hätte ich keine Angst. Die Gemeinde Friedland ist ein vorbildlicher Schulträger – und Kündigung und Neubau können neue Chancen für die Grundschüler bringen.“

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