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Göttingen Große Ferien für 920 000 Schüler
Die Region Göttingen Große Ferien für 920 000 Schüler
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21:13 06.07.2011
Von Ulrich Schubert
Zeugnis-Tag an der IGS Bovenden: Gut gelaunt laufen die Schüler der KLasse 6.3 ihren Sommerferien entgegen.
Zeugnis-Tag an der IGS Bovenden: Gut gelaunt laufen die Schüler der KLasse 6.3 ihren Sommerferien entgegen. Quelle: Hinzmann
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Ab heute sind die Schulen sechs Wochen verwaist. Für die Abiturienten war das beendete Schuljahr nicht nur durch Lerndruck und Abi-Prüfungen ein besonderes: Sie gehen auch als sogenannter Doppeljahrgang in die Schulgeschichte ein, in dem die letzten Schüler das Abitur nach 13 Jahren und die ersten ihre Prüfungen nach zwölf Jahren ablegen mussten. Manche Schulen hingegen bereiten sich schon jetzt auf eine weitere Besonderheit vor: Nach den Ferien gehen die ersten 120 Oberschulen an den Start, die überwiegend aus einer Haupt- und Realschule hervorgegangen sind – darunter auch die Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen.

Auch wenn es „hier und da eine Baustelle“ gibt, hat Guido Fellbrich für jeden seiner Schüler lobende Worte. Und die Klasse 6.3 der IGS Bovenden quittiert jede Zeugnisübergabe vor der Tafel mit Applaus. Zensuren gibt es an der integrierten Gesamtschule in diesem Jahrgang noch nicht, dafür ausführliche Lernentwicklungsberichte. Und mit den Bewertungen in ihrem Zeugnis ist Lisa-Mareike „ja, doch, zufrieden“, auch wenn es in Mathe hakt. Das geht ihrer Freundin Jessica ähnlich. Sie findet ihr Zeugnis „mittelmäßig“, lacht dabei aber ganz vergnügt und denkt erst einmal an die Ferien. Sina-Marie, die Dritte im Bunde, weiß, dass ihr Zeugnis „schlecht ist und besser sein könnte“. Ihr Fazit: „einfach mehr lernen.“ Das ist bei Anton ganz anders. Er hat ein super Zeugnis und freut sich riesig auf den Urlaub: zwei Wochen Spanien, Welse fischen – er ist „Angelfreak“.

Inka – ebenfalls aus der IGS-Klasse 6.3 – will am Nachmittag „erst mal ausruhen“. Und dann hat sie am Anfang und am Ende der Sommerferien Aktionen in einem Ferienprogramm gebucht: Kanu-Polo und Minigolf. Mitschüler Besart bleibt zu Hause, er will „viel spielen und Schwimmen gehen“. „Nein“, lernen eher nicht, auch wenn er sein Zeugnis schlecht finde.

„Ein paar Vieren sind für Jungs doch normal, oder“, sagt Yama Aslam und wertet seine Zeugnisnoten als „eigentlich ganz gut“. Dafür belohnt sich der 18-jährige Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Göttingen mit „zwei Wochen Party mit den Jungs in Bulgarien“. Ansonsten wird gejobbt. Seine Mitschülerin Tabea Bause aus dem elften Jahrgang fährt mit ihren Eltern für zweieinhalb Wochen nach Amerika zu ihren Gasteltern, bei denen sie während eines Austauschbesuches lebte. Ihr Zeugnis „mit Zweien und Dreien“ spricht nicht dagegen. Sie ist „sehr zufrieden“.

Das Zeugnis und die Ferien feiern können Schüler bei einer „School’s-out-Party“ der Stadt Göttingen heute im Naturerlebnisbad Grone – mit Programm ab 14 Uhr.
Wenn es nicht so gut geklappt hat in der Schule und Ärger oder Kummer drohen, bekommen Kinder, Jugendliche und besorgte Eltern Hilfe beim Kinder- und Jugendtelefon: montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr die Schüler unter Telefon 08 00 / 1 11 03, Eltern werktags von 9 bis 13 Uhr und von 17 bis 19 Uhr unter Telefon 08 00 / 1 11 05 50.