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Göttingen Hohe Starterzahl bei 22. Hasenmelkerlauf
Die Region Göttingen Hohe Starterzahl bei 22. Hasenmelkerlauf
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00:20 04.05.2019
Auf dem Dransfelder Sportplatz „Am Bleicheanger“ erfolgte der Start für insgesamt fünf Läufe. Quelle: Niklas Richter
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Dransfeld

Bei besten äußeren Bedingungen ist am Mittwoch in Dransfeld der 22. Hasenmelker Lauf ausgetragen worden. Die Beteiligung war mit 464 Startern herausragend. Insgesamt sind auf dem Sportplatz „Am Bleicheanger“ fünf Läufe gestartet beziehungsweise ausgetragen worden. Auch das Publikum kam auf seine Kosten.

Beim 600-Meter-Lauf gingen 85 Kinder an den Start. Diese Strecke war nach zwei Runden im Stadion absolviert. „Eine große Spanne an Jahrgängen - nämlich 2009 bis 2014 “, sagte Dransfelds Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers, der die Veranstaltung moderierte. Er wies darauf hin, dass auch jemand, der später ins Ziel kam, in seiner Altersklasse zu den Siegern gehören konnte. Das galt auch für den 1400 Meter Lauf. Hier gingen 72 Kinder und Jugendliche an den Start.

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„Jeder in seinem Tempo“

Die Erwachsenen – sowie die besonders sportlichen Kinder und Jugendliche – konnten zwischen der 5000- und der 10 600-Meter-Strecke wählen. Besonders groß war das Starterfeld auf der 5000 Meter Distanz. 183 Läufer wollten wissen, wie schnell sie diese fünf Kilometer bewältigen können. Dabei lagen die Zeiten wie auch das Starterfeld recht weit auseinander.

Insgesamt wurden fünf Läufe ausgetragen – bei besten äußeren Bedingungen.

„Jeder in seinem Tempo und Laufstil, so wie es sich für eine klassische Breitensportveranstaltung gehört“, stellte Eilers fest. Bei den Männern war Mirko Witte nach nicht einmal 18 Minuten bereits im Ziel, er startete für den ASC Göttingen Triathlon. Bei den Frauen war Julia Börner die Siegerin, sie schaffte eine Zeit von 20 Minuten.

Bei den 10 600 Metern sprach Eilers von der Königsdisziplin. 124 Läufer gingen an den Start. „Das sind die, die den Kampf mit dem Berg aufnehmen“, erklärte Eilers. Denn die Tour führte in der Tat eine beachtliche Steigung hinan. Tim Harms, der hier Zweiter wurde, sagte nach dem Zieleinlauf, dass ihm die Beine spürbar schwer geworden seien. Dirk Krüger vom Ausdauersportverein Velo Venezia Dransfeld äußerte sich erfreut über die hohe Teilnehmerzahl beim 22. Hasenmelkerlauf. „Wir hatten 360 Voranmeldungen. Das ist mehr als sonst“, sagte er. Insgesamt zählte die Veranstaltung 464 Starter, hinzu kommen noch einmal die kleinen Teilnehmer des Bambinilaufes, der als Abschluss ausgetragen wurde.

Schlange vor dem Eistresen

„Die erste Laufveranstaltung in diesem Jahr in Südniedersachsen war bereits Anfang April. Dazwischen lag bis zum Dransfelder Lauf eine relativ lange Zeitspanne. Ich nehme an, dass viele einfach heiß waren, wieder an den Start zu gehen“, sah Krüger einen Grund für die hohe Starterzahl. Der Ausdauersportverein Velo ist vor 22 Jahren im Eiscafé Venezia in Dransfeld von mehreren Laufbegeisterten –wie etwa auch dem heutigen Bürgermeister – aus der Taufe gehoben worden. Seither unterstützt auch die gastliche Stätte die Veranstaltung als Sponsor. So können sich alle Teilnehmer mit Vorlage ihrer Starternummer eine Kugel Eis im Geschäft abholen. Entsprechend lang war am Mittwoch die Schlange vor dem Eistresen.

Weltmeister im Rückwärtslaufen

Auch Rolf Nolte vom TSV Eintracht Wolfshagen im Harz holte sich hier eine kleine Belohnung für die Mühen. Der 63-Jährige war auf der 5000-Meter- Distanz an den Start gegangen und mit einem fünfköpfigen Team nach Dransfeld gekommen. Dazu gehörte Claas Brinkmann, 14 Jahre alt und in seiner Altersklasse Weltmeister im Rückwärtslaufen, wie er sagte. Nolte selbst war dreimal Weltmeister in dieser außergewöhnlichen Laufdisziplin. Mit zum Team gehörte Alexander Fürle. „Er ist ein guter Läufer“, lobte ihn Nolte. Und in der Tat kam Fürle auf der 10 600-Meter-Strecke als Zweiter ins Ziel. Besser war nur Jasper Cirkel (LG Göttingen). Beste Frau auf der langen Strecke war Sanna Einstedt. „Da ich auch an der Tour d’Energie teilgenommen habe, war ich heute nicht richtig ausgeruht“, sagte sie.

Für die meisten Teilnehmer spielte die Zeit aber eine untergeordnete Rolle. Mitmachen und durchhalten lautete die Devise. Und so manches Töchterchen stand am Zieleinlauf und rief von Weitem lauthals: „Papa, Papa, Papa!“ Das tat denen, die da gemeint waren, so richtig gut. Trotz der Anstrengung liefen sie mit einem breiten Lächeln über die Ziellinie.

Ergebnisse und Höchstleistungen

Zu den ältesten Läufern gehörten Heinz Deppe vom TSV Wulften (Jahrgang 1937), Lorenz Geer von der LG Göttingen (Jahrgang 1938) und Erika Pfeiffer vom MTV Schladen (Jahrgang 1941). Nicht minder großen Respekt hatte das Publikum vor Kindern wie Nico Kroll. Der Zwölfjährige vom Harzer Ultra Running Team lief 5000 Meter und gehörte zu den ersten Läufern, die ins Ziel kamen.

Die Ergebnisse im 10 600-Meter-Lauf: 1. Jasper Cirkel (LG Göttingen) mit einer Zeit von 38:26 Minuten. 2. Alexander Fürle (TSV Eintracht Wolfshagen) mit einer Zeit von 38:49 Minuten. 3. Matthias Urban (Pedo Schweißtechnik Running) mit einer Zeit von 40:14 Minuten. Beste Frau: Sanna Einstedt (LG Göttingen) mit einer Zeit von 47:30 Minuten.

5000-Meter-Lauf: 1. Mirko Witte (ASC Göttingen Triathlon) mit einer Zeit von 17:56 Minuten. 2. Tim Harms (Team Laufjungs) mit einer Zeit von 18:13 Minuten. 3. Florens Lau (Pedo Schweißtechnik Running) mit einer Zeit von 18:21 Minuten. Beste Frau: Julia Börner (LG Göttingen) mit einer Zeit von 20:09 Minuten.

1400-Meter-Lauf: 1. Neo Witte (ASC Göttingen Triathlon) mit einer Zeit von 6:08 Minuten. 2. Kian Salovic (Grundschule Scheden, Klasse 3a) mit einer Zeit von 6:15 Minuten. 3. Bennet Naas (JSG Hoher Hagen) mit einer Zeit von 6:16 Minuten.

600-Meter-Lauf: 1. Jona Salovic (Grundschule Scheden, Klasse 3a. 2. Frederik Neuhaus (LG Göttingen). 3. Elias Eberhardt (SV Einheit Worbis).

Von Ulrich Meinhard

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