Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Großeinsatz am Heidkopftunnel
Die Region Göttingen Großeinsatz am Heidkopftunnel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:42 17.09.2012
Von Ulrich Schubert
Großeinsatz am Heidkopftunnel: Feuerwehr und Rettungswagen suchen im Probealarm ihre Position für den Ernstfall.
Großeinsatz am Heidkopftunnel: Feuerwehr und Rettungswagen suchen im Probealarm ihre Position für den Ernstfall. Quelle: Heller
Anzeige
Reiffenhausen

Großeinsatz am Heidkopftunnel bei Reiffenhausen. Die A 38 ist gesperrt – stundenlang. Massenunfall in der Nordröhre. Es gibt unzählige Verletzte, aus einem Tankwagen läuft lebensgefährliche Flüssigkeit aus. Und an den beiden Tunneleingängen gehen fast 200 Rettungskräfte mit mehr als 60 Fahrzeugen in Stellung. Ein Einsatz, der jederzeit wirklich werden könnte – an diesem Sonnabend ist er nur gespielt, die Tunnelröhren sind leer.

Der Großeinsatz auf niedersächsischer und thüringischer Seite des 1700 Meter langen Tunnels ist eine Übung. Eine Aufstellübung, zu der Albert Bürmann als zuständiger Abschnittleiter der Göttinger Kreisfeuerwehr sagen wird: „Es hat alles super funktioniert.“ Dass dabei kleine Fehler oder Probleme auftreten, ist kalkuliert – „gerade die wollen wir erkennen und vor dem Ernstfall beheben“, so Bürmann.

An einer Großübung im Heidkopftunnel auf der Autobahn 38 haben 200 Feuerwehrleute, Sanitäter und Polizisten teilgenommen. © Peter Heller

Seit der lange Tunnel vor sechs Jahren frei geben wurde, proben die Feuerwehren  und medizinischen Rettungseinheiten immer wieder für einen möglichen schweren Unfall in den beiden Röhren. Bei vorangegangenen Übungen sei aufgefallen, dass es für bis zu 35 Fahrzeuge aus dem Landkreis Göttingen und ebenso vielen Rettungswagen aus dem Eichsfeldkreis ganz schön eng sei auf der Autobahn. Wenn im Ernstfall dann Fahrzeuge erst nach und nach eintreffen und überall auch noch Unfallopfer herumlaufen, „kann das schnell im Chaos enden“, so Bürmann. Nach dieser Übung wüssten jetzt alle, wo sie fahren und vor allem wo sie mit ihrem Fahrzeug auch bei einem echten Großalarm stehen sollen.

Ganz ruhig haben die Feuerwehren, Polizei und Teams der Malteser, Johanniter, Arbeiter-Samariter und des Deutschen Roten Kreuzes ausprobiert, wie alles passt – von normalen Löschfahrzeugen und Notarztwagen bis zu Spezialfahrzeugen für den Umweltschutz. Kurz vor der Tunnelröhre mit dem vermeintlichen Gefahrengut-Unfall bauten positionierten sie eine Dekon-Einheit (Dekontamination) – eine Art Dusche für Unfallopfer und Helfer, die zum Beispiel durch Giftgas belastet wurden.

Ab 8.30 Uhr war die A 38 im Tunnelbereich gesperrt, gegen 12.30 Uhr war der Spuk vorbei. Auf den Umleitungsstrecken war es „einigermaßen erträglich, keine großen Störungen“, so die Polizei.

Mehr zum Thema
Göttingen Autobahn 38 gesperrt - Feuerwehr übt im Tunnel

Der Heidkopftunnel im Zuge der Autobahn 38 wird am Sonnabend, 15. September, voraussichtlich von 8.30 bis 12.30 Uhr wegen einer länderübergreifenden Feuerwehrübung in beide Richtungen gesperrt. Feuerwehren und Rettungskräfte werden an diesem Tag eine sogenannte Aufstellübung absolvieren.

13.09.2012

Bis zum Dach mit Schmuggelzigaretten beladen war ein Kleintransporter, den Beamte einer mobilen Zollstreife des Hauptzollamtes Braunschweig am Mittwochvormittag, 5. September, auf der A 38 westlich des Heidkopftunnels aus dem Verkehr fischten.

Matthias Heinzel 07.09.2012
Göttingen Fahrer ohne Papiere - Im Tunnel geschleudert

Wegen eines geplatzten Reifens ist ein 22 Jahre alter Renaultfahrer aus Nordrhein-Westfalen am Montagmittag im Heidkopftunnel der Autobahn 38 in Fahrtrichtung Halle ins Schleudern geraten und schließlich gegen die Tunnelwand der Südröhre gekracht.

Jürgen Gückel 21.08.2012