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Göttingen Großes Saubermachen im Weender Freibad
Die Region Göttingen Großes Saubermachen im Weender Freibad
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00:17 17.04.2013
Von Britta Bielefeld
Großes Saubermachen: Rund 100 Ehrenamtliche wie Cornelius Krengel greifen für ihr Freibad zu Rechen, Besen, Schlauch und Schubkarre.
Großes Saubermachen: Rund 100 Ehrenamtliche wie Cornelius Krengel greifen für ihr Freibad zu Rechen, Besen, Schlauch und Schubkarre. Quelle: Heller
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Göttingen

Die CDU hatte einen Änderungsantrag eingebracht, um noch einmal Gespräche zwischen Weendern und der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GöSF) zu führen. Das hatte die rot-grüne Ratsmehrheit aber abgelehnt. Das Konzept sei „eine Investition für ein erlebnisorientiertes Bad“, erklärte Frank-Peter Arndt für die SPD.

Auch Sascha Völkening von den Grünen sagte: „Es ist schade um den Sprungturm, aber aus Kostengründen ist das nicht zu machen“. Er nannte die Pläne eine „gangbare Grundlage“.

Die Mitglieder des Freibad-Fördervereins sehen das ganz anders. Sie lehnen das Konzept ab, sind sauer. Dennoch:  Dass sie es ernst meinen und sich ehrenamtlich für die Erhaltung ihres Freibades engagieren, haben sie am Sonnabendvormittag bewiesen: Rund 100 Freibadfreunde rückten trotz des regnerischen Wetters auf dem Freibad-Gelände an, um im Bad klar Schiff zu machen.

Rund 100 Freibadfreunde rückten trotz des regnerischen Wetters auf dem Gelände des Weender Freibads an, um im Bad klar Schiff zu machen. ©Heller

Beete, Hecken, Becken, Rasen, Fahrradständer: Überall wurde gewerkelt, geschraubt, geputzt und repariert. Bereits am Mittag waren fast alle Arbeiten erledigt. Was die Mitglieder des Fördervereins, die künftig möglicherweise die Trägerschaft für das Bad übernehmen wollen,  an dem neuen Konzept ärgert, ist vor allem der Abbau des Sprungturms. „Wir können ohne Sprungturm ja nicht einmal einen Freischwimmer abnehmen“, sagt Helga Hojnatzki.

Um das Bad auch künftig erfolgreich betreiben zu können, müssen ausreichend Besucher kommen. „Ohne Sprungturm ist das nicht zu machen“, meint Fördervereins-Vorsitzender Eberhard Gramsch. „Wir tragen dieses Konzept nicht mit“, bestätigen er und Joachim Nebe.

Der Geschäftsführer der GöSF, Alexander Frey, der am Sonnabend ebenfalls das Freibad besuchte, bezeichnet den Ratsbeschluss als „Zeichen, in welche Richtung es gehen kann“. Die grundsätzliche Ausrichtung des künftigen Weender Freibades stehe damit fest. Aber: „Über alles andere können wir noch einmal reden“, lautet sein Angebot an die Mitglieder des Fördervereins.

Auch Fritz Güntzler von der CDU-Fraktion ist der Ansicht, dass beide Konzepte so nah beieinander sind, dass man die Gespräche auf jeden Fall fortsetzen müsse. Auch wenn sie verärgert seien, „die Weender stehen zu ihrem Wort“, sagt Nebe. Und weiter: „Diese Saison ziehen wir das durch.“

Am Sonntag, 5. Mai, präsentiert der Modellbauclub Göttingen seine Boote im Freibad.

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